Angst



13. August 1961

Frühstück in Saint Raphael

Blick auf´s Meer - direkt am Strand

Vater eilt von draußen her

Die Le Monde in der Hand

 

Sein Gesicht ist sorgenvoll

Dabei ist es Sonntag heut

Was verursacht ihm jetzt Groll

Eben war er noch erfreut

 

Sonntag, 13. August

Schlagzeilen in fremder Sprache

Hierbei wird uns schnell bewusst

Hochbrisant ist diese Sache

 

Eine Mauer trennt Berlin

Von nun an in Ost und West

Wir wollen nach Hause zieh´n

Nichts und Niemand hält uns fest

 

Mutter ist so fern von hier

Angst verbreitet sich im Raum

Sehnsucht treibt uns heim zu ihr

Cote d´Azur - nun aus der Traum

 

Wie mag es den Menschen gehen

Die dem Schicksal über Nacht

Machtlos gegenüber stehen

Mund- und seelentot gemacht

 

Ach bin ich im Herzen froh

Diesseits dieser kalten Mauer

Und nicht östlich anderswo

Geh´n zu müssen auf die Dauer

Gelesen: 137   
Autoren denen dieses Gedicht gefällt:

Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

I - Punkt

Wenn ich die Wahl hätte zwischen
Strand, Leuchtturm, Meer, Wolken, Himmel und Weite
nehme ich DICH.
Du bist der
warm dahintreibende Wind in allen.



Text und Foto: ( c ) Ralph Bruse


ÄHNLICHE GEDICHTE





3 KOMMENTARE



02. August 2018 @ 21:44

Ein trauriges Gedicht und ein Stück Zeitgeschichte. Viele Menschen wurden getrennt durch die Mauer.
Du erinnerst mit deinem Gedicht daran. LG


01. August 2018 @ 22:23

Ja, Ralph-- diesen eindrucksvollen Moment werde ich wohl nie vergessen, Ich war noch sehr jung, hatte einen Tag zuvor meinen großen Schwarm Alain Delon in der Eisdiele gesehen und in meine Hochstimmung kam dann die Nachricht aus Berlin.
Die Grenzgeschichte habe ich schon einige Male gelesen - wie so etliches auf Deiner HP.
Genieße die Zeit, die Du vor Dir hast. Bis bald mal wieder hier.
Grüß mir auch den Kakadu. Kommt gut in die Nacht. Tschüss Ingrid


01. August 2018 @ 21:17

Gut, daß Du auf der Westseite der Mauer warst...
Ich heule der DDR (Drei Doofe regieren, sagten wir immer heimlich) jedenfalls keine
einzige Träne nach, wie so manche ewig Gestrige, die nie den Knüppel der Staatsmacht spürten. Im Jahr des Mauerbaus geboren, auf Ostseite...was erzähle ich...Einen
Teil von dem Danach hab ich ja aufgeschrieben und auf meiner HP unter - Bis an die Grenze - stehn. Hausieren geh ich damit nicht. Wen es interessiert, der kann es nachlesen.
Dein Schnipsel Zeitgeschichte hat jedenfalls einiges an Erinnerungen hochgeholt, Ingrid.
(ist kein Vorwurf)

Sei gegrüßt

(Mache mich einstweilen für ein paar Tage hier rar. Habe jetzt zwei Wochen Urlaub, werde vielleicht ein bisschen was schreiben - oder auch nicht - jedenfalls ausruhen)





SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

1853+
Schön, dass es dich gibt

1560+
Ein Engel

1150+
Zwei sind notwendig

974+
Das Versprechen

882+
Das verflixte siebte Jahr

873+
Nur eine Pusteblume

803+
Ein leckeres Erdbeerfest

792+
Heute Nacht

771+
Deutsche Sprache

709+
Ein wahrer Freund


- Gedichte Monat

Es gibt noch keine Bewertungen in der Kategorie: Gedichte-Angst


- Gedichte Jahr

6+
Gebt euren Kindern Liebe

4+
Die Angst geht um

2+
Dunkle Stunden

2+
Guten Appetit

2+
Corona erobert die Welt

1+
Realität

1+
Zu lange hat man diskutier...


Neusten Kommentare

bei "Wahrheit und Lüge"

bei "An guten Tagen"

bei "Eine Riesen-Ferkelei"

bei "Pauli allein zu Haus"

bei "Der Juni ist da"

bei "Die Bank am See"

bei "Pfingsten wie im Bilderbu"...

bei "Morgenstunde"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




Phantasie Philosophie Frieden Rose Gegenwehr Futter Rücksicht Rückblick Geld Fußball Gedicht Geist Pracht Geister Poesie Politik Respekt Schicksal Gefühl Schafe Frost Garten Frühling Geiz Gelassenheit Gedichte Geburtstag Rosen Frühstück Gedanke Freundin Gefühle Glück Riese Frosch Gedanken Sage Schein Schlaf Ruhe