#Dialekt
*Meine Saun*
Hob eich von meiner Kotz dazöhlt,
die haglich is ois wia die Wöld;
doch I hob no ondre Tiere,
und von denen glei moi viere!
Wals Meersaun san, darum so vü;
allanich sein is nix für sie.
Drum haßens jo a „Mehr“Schwein,
wollen ollawal zu mehran sein.
Jedenfois san die verfressen,
ois, wos grün is, wird glei gessen.
So sog i nurmehr ans:
Haglich is do sicher kans!
Sie haun sie eine, wos nur geht,
bis des klane Wamperl steht.
Grünzeich ohne jedes End
mit Futterneid no gonz dezent.
Rafen um die Paprika,
schaust amou weg, is nix mehr da.
A um die Gurken, des is gwiss,
gibts oft amou a schwares Griss.
A von Tomaten, Pedersül
geht oft eini ziemlich vül.
Donn gibts no Stangen-Sellerie,
und auf Karottn stengan sie.
Wern drum ziemlich kugelrund
und i tua mit Erstaunen kund:
A wenn mas fast net glauben tät,
söbst von Gemüse wird ma fett!
Fressen nur Gros und an Solot,
a bissl Obst (und gor ka Brot);
wern a davon manchmoi kronk;
bleim trotzdem a net wirkli schlonk.
Wos lernt ma do dann draus?
Die Erkenntnis is a Graus:
Nur Grünzeig hüft net, des is gwiss.
Und host an Hunga, jo dann iss!
Nochsotz:
Drum schau i aus, so wia I bin,
hob a a Me(h)rsau in mir drin.
Iss ois, solangs mundet,
wals des Lebn obrundet …
*DerPoet (09/25)
Bild: pixabay
