Die neusten Gedichte



Jener Frühling



So viele Lenze lief sie den vertrauten Weg

der längst vergang´nen jungen Tage.

Jens wankte zitternd dort am morschen Steg.

An seinen Lippen noch die Spur von Marmelade.

 

Verliebt errötete er tief beim Näherkommen

und seine Schüchternheit wurd´ihm zur Pein.

Für sie hätt´er den höchsten Berg erklommen -

war sie nachts Stern und tags sein Sonnenschein.

 

Unten, am Bachrand - Dotterblumennah

ertasteten sie unbekannte Zonen -

verlegen, linkisch, dass es keiner sah -

umschwirrt von Liebesglückshormonen.

 

Es war der Frühling, den sie nie vergisst.

Die Tage wurden langsam warm und hell.

Nach Jahren spielte er als Pianist -

ein Leben zwischen Bühne und Hotel.

 

Sie denkt an ihn stets, wenn sie hier verweilt...

wie er die Strähne aus der Stirn sich streicht;

doch heut´, als sie vergang´ne Zeit ereilt,

sieht sie ihn nicht ...

nur, wie sein Bild verbleicht.

 

                         *

 

Text und Foto (C) Ingrid Bezold

 

 

 

 

Gelesen: 156   
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AUTOR:

Mein schönstes Gedicht
ich schrieb es nicht
aus tiefsten Tiefen stieg es
ich schwieg es

Mascha Kaleko

Übrigens:
Ich schreibe mit Herzblut - authentisch, nicht immer perfekt, aber immer ohne KI.


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6 KOMMENTARE



28. April 2025 @ 07:45

Guten Morgen, liebe Ingrid, da jubiliert das Herz beim Lesen. Damit hast du mir gestern ein unerwartetes Geburtstagsgeschenk gemacht. Immer noch etwas angeschlagen, aber schon deutlich besser gelaunt, grüßt dich Gudrun


28. April 2025 @ 08:18

Guten Morgen, liebe Gudrun.
Alles Gute und weiterhin tolle Einfälle wünscht dir Ingrid.....und:
Der Jens von damals gratuliert
nachträglich - ziemlich ungeniert;
denn heute ist er zwar erfahren,
doch abseits jeglicher Gefahren
und schadet keinem Eheglück -
zahm ist nun auch sein bestes Stück ( vielleicht);-))
In diesem Sinne
weiter mit Humor.


28. April 2025 @ 07:26

Die Romantik lebt. Ingrid ein gelungenes schönes Gedicht.
LG
Ewald


28. April 2025 @ 08:26

Gerade in dieser Zeit sollte man sich die Romantik zurück holen, lieber Ewald. Wir haben das Glück, uns die Erinnerungen in Worte fassen zu können und von Zeit zu Zeit hervor zu holen.
Eine schöne Woche
wünscht Ingrid


27. April 2025 @ 20:54

... kein Wort zu viel , kein Wort zu wenig, (nichteinmal die Marmelade) ein schönes Liebesgedicht
Schönes Foto !
Liebe Grüße
G.


28. April 2025 @ 08:20

GutenMorgen, liebe Grete.
Es freut mich, dass dir mein Frühlingsbeitrag gefällt.
Eine gute Woche
wünscht Ingrid



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