12. Oktober 2017
Im Morgengrauen
Im Wald hockte ein alter Gammler,
in Gummistiefeln, mit Regenhut.
Er entpuppte sich als Pilze-Sammler,
pfiff vor sich hin, ganz wohlgemut.
Er pflückte nur die dicken Braunen,
und sah sie prüfend an.
Der Korb war voll, ich musste staunen,
was man im Wald doch finden kann.
Als er mich sah, erhob er sich,
und stütze seinen Rücken.
Was jetzt geschah, berührte mich,
er konnte sich kaum bücken.
Er reichte mir Maronen
und wollte sie mir schenken.
Er solle sich doch lieber schonen,
gab ich zu bedenken.
Ich joggte weiter durch den Blätterwald,
und freute mich auf den Tag.
Der Morgentau war frisch und kalt,
so wie ich ihn gern mag.
„Im Morgengrauen" ist ein Gedicht aus der Kategorie
Gedichte
von Gudrun Nagel-Wiemer , veröffentlicht am 12. Oktober 2017 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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