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Hafentakt

Das Wasser nagt am morschen Steg,
der Rost frisst stumm am Eisen.
Ein Möwenschrei verliert den Weg
im Grau vergangner Reisen.
Ein Kranarm beugt sich müd und schräg,
als wollte er schweigend weisen.

Der Diesel singt ein müdes Lied,
die schweren Ketten tragen
den Takt, in dem ein Schatten zieht
und spricht von alten Tagen.
Ich spüre, wie die Zeit verriet,
was blieb von unsren Fragen.

Die Stadt verschluckt das letzte Licht,
die Konturen sinken sachte.
Ich halte dein Gesicht – es bricht –,
das uns einst Wärme brachte.
Das Dunkel kennt uns, weicht doch nicht —
und du warst der Sturm, der uns bewachte.

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1 KOMMENTAR



21. Mai 2026 @ 10:20

... eine schöne lyrische Sprache !!!!! Gerne gelesen
G.



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