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Der Schatten im Glas

Die Welt bekommt den bitteren Geschmack,
du öffnest still das Buch der alten Schatten.
Ein Pakt, der dich aus Einsamkeit entfacht,
doch Träume lässt er stumm und kalt ermatten.

Du bist nicht du, nur noch ein blasser Geist,
verloren in den Nebeln deiner Tage.
In deiner Hand das Gold, das dich zerreißt,
ein falsches Ruder hin zu neuer Plage.

Du weißt, die Flasche flüstert dir nur Leid,
doch dein geschwächter Wille will nicht hören.
Du jagst dem Feuer nach aus alter Zeit,
mit jedem Schluck lässt du es weiter stören.

Die Nacht spricht leise, doch sie meint nicht dich,
sie lockt mit Freiheit, die dir nie gegeben.
Die Sterne trüben sich im Glas heimtückisch,
ein Spiegel bricht — ein Sturz ins tiefe Leben.

Ein dunkler Chor tanzt schimmernd im Kristall,
die Schatten locken dich durch enge Türen.
Sie schließen lautlos, wie beim letzten Fall,
als wollten sie dich ganz im Dunkel führen.

Doch irgendwo im tiefsten Grund der Nacht
glimmt noch ein Funke — klein, doch nie verloren.
Er flüstert sanft: „Hab auf dich selbst noch Acht!“
Das Feuer ruht, doch ist nicht neu geboren.

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