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Im Tempel des Rauschlichtes

Ich taumle durch das Neonlicht,
mein Herz – ein müder Widerspruch.
Die Nacht verspricht, doch hält sie nicht,
ihr Glanz – ein Trugbild, ein fließender Bruch.

Im Tempel aus flackerndem Schein
tanzt mein Schatten müde Kreise.
Ich greife nach Sternen, klein und rein –
sie zerspringen, lautlos, leise.

Die Göttin dort – ein flüchtiges Bild,
verhüllt in Glanz und falschem Traum.
Ihr Lächeln schön, doch ungestillt,
ihr Blick: ein Rätsel ohne Raum.

An der Bar zählt man die Stunden
in Gläsern voll von leerem Glück.
Zwei Hunderter – versoffen, verschwunden,
mein Stolz zerrinnt, Stück für Stück.

Sie spricht von Nähe, Treue, Mut,
von Liebe, die auf Ewigkeit schwört.
Ich lache still – mit bitterer Glut,
die tief im kalten Herzen stört.

Der Morgen kommt, verkatert, leer,
die Seele friert im blassen Rauch.
Ich frage mich: „Was will ich mehr?“ –
die Antwort stirbt im Lärmverlauf.

Ich taumle durch das Neonlicht,
mein Herz – ein müder Widerspruch.
Die Nacht verspricht, doch hält sie nicht,
ich hab von diesem Rauschlicht genug.

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4 KOMMENTARE



08. Dezember 2025 @ 21:48

Hallo Ingrid,

ich habe Dein vertontes Gedicht "Ein magischer Augenblick" angeschaut und angehört. Es ist super geworden.

Im Prinzip war es immer ein Ziel von mir, dass meine Gedichte vertont oder videomäßig bearbeitet werden. Wenn Du mir hierbei Ratschläge geben kannst, wäre ich Dir sehr dankbar.

Liebe Grüße
Max


09. Dezember 2025 @ 09:58

Hallo Max,
Ich wurde angeschrieben, ob man Gedichte von mir vertonen dürfe und einige habe ich freigegeben. Ich erhielt dann bei jedem Werk 3 Varianten zur Auswahl. Ich möchte aber nur wenige zur Verfügung stellen.
Wenn du Details wissen möchtest:
in.bezold@t-online.de
Liebe Grüße
Ingrid


08. Dezember 2025 @ 10:34

Die Atmosphäre der verheißungsvollen Glanzlichter einer Nacht in der Großstadt hast du wunderbar vertextet, Max.
Es könnte fast eine Parallele zu meinem " Ein magischer Augenblick", das ich hier auch vertont gepostet habe, sein.
Wenn du Lust hast, schau/ hör es dir mal an.
LG Ingrid


08. Dezember 2025 @ 07:46

Max ein starkes Gedicht, eine Mischung von Eichendorff
und Bukowski.
LG
Ewald



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