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Am Ufer



Die weichen Locken

fielen goldglänzend,

samtig weich

über seine Schultern.

 

Er erschrak, als ich näher kam.

Mit traurigen Augen

blickte er unsicher um sich ...

 

Alles hatte sich verändert

seit damals,

als er mit Lucas Cranach

und Willibald Pirckheimer

hier am Pegnitzufer saß 

- Schafskäse und Wein im Korb -

malend; philosophierend;

heiter, weinselig ...

Blumen wiegten sich bunt

mit den Gräsern im Wind.

Hasen huschten durch die Auen.

                     *

Unsere Blicke trafen sich.

Er lächelte scheu in den Fluss

- der sprudelte noch -

aber anders.

 

Bedächtig griff er zum Zeichenblock,

den er unter seinem Mantel hervor hob

und begann, mich zu malen ...

                      *

Das war gestern -

und heute besuche ich ihn,

den großen Meister Dürer.

 

Grab Nr. 649 Johannisfriedhof Nürnberg

                        -----

 

Text und Foto (C) Ingrid Bezold

 

Gelesen: 90   
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AUTOR:

Mein schönstes Gedicht
ich schrieb es nicht
aus tiefsten Tiefen stieg es
ich schwieg es

Mascha Kaleko

Übrigens:
Ich schreibe mit Herzblut - authentisch, nicht immer perfekt, aber immer ohne KI.


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3 KOMMENTARE



19. September 2025 @ 09:39

Gudrun und Uschi , danke für eure Herzchen.
LG Ingrud


19. September 2025 @ 09:38

Danke, Grete.
Schönes Wochenende!


18. September 2025 @ 19:50

... eine schöne Hommage , gefällt mir-.
G.



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