Ein wahrer Freund
Du kommst zu mir an düst‘ren Tagen,
wenn andere von dannen gehn.
Kein Wort von Trauer muß ich sagen -
du kannst mein Fühlen sehn.
Du trägst mich, wenn die Nacht sich senkt,
nach endlos langem Tag.
Ich hab dich nie dafür beschenkt -
hast auch nie gefragt.
Du holst Steine aus dem Weg;
sprengst Mauern, bis ans Ziel.
Stürmst unbeirrt auf schmalem Grat.
Gibst viel. Gibst viel zuviel!
Wer wird einst dein Grabmal suchen -
auch im späten Jahr...?
Nur einer sitzt dort, unter Buchen,
mit Laub im schütt‘ren Haar.
Gedicht & Bild: (c) Ralph Bruse
© Ralph Bruse
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6 Kommentare
Mensch, die alte Schwarte ist jetzt schon...weiß nicht, wie lange hier drin. Und nimmt
anscheinend erst jetzt volle Segel auf. Freut mich wirklich sehr.
Merci auch an Dich.
Sei gegrüßt von Ralph
Manche/r hat ja schon einen Menschen gehen sehn, der nicht hier - aber immer in uns
sein wird.
Vielen Dank.
Grüße zur Nacht schickt Dir
Ralph
von Zeit zu Zeit lese ich immer mal dieses Gedicht. Es sind Gedanken, die mich auch oft einholen, wenn ich an eine bestimmte Person denke. Einfach wunderschön geschrieben. Herzlichen Dank von Ingrid.