Noch steht die Fichte tief im Wald,
in ihrem Winterkleid.
Doch kommt der Förster schon recht bald,
denn Weihnacht ist nicht weit.
Sie wird vom dichten Schnee befreit
und mit der Axt geschlagen,
steht dann im Hof zum Kauf bereit,
kurz vor den Weihnachtstagen.
Ein Schild am Stamm verrät den Preis,
oft wird sie hochgehoben.
Nach dem Kauf wird sie von einem Greis,
durchs Rohr, - ins Netz geschoben.
Im Auto wird sie gut verstaut
und mit nach Haus genommen.
Zu Hause schon mal aufgebaut,
- in Augenschein genommen.
Dann wird der Baum noch abgesägt
und leicht in Form gedrückt,
in den Ständer eingelegt
und rundherum geschmückt.
Mit Kugeln, Kerzen, Süßigkeiten,
Lametta, Engelshaar.
Mutter bestaunt ihn dann von weitem,
steht ganz andächtig da.
Was werden nur die Kinder sagen,
wenn sie den Christbaum sehen.
Sie sind schon aufgeregt seit Tagen
und wollen nicht schlafen gehen.
Wie werden ihre Herzen schlagen,
wenn sie den Baum erblicken.
Darauf warten sie seit Tagen,
mit kindlichem Entzücken.
„Die Fichte im Wald" ist ein Gedicht aus der Kategorie Weihnachtsgedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 14. Dezember 2018 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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