12. März 2013

Gespräch mit Herrn Winter

Ach Winter, lass mich dich nun fragen:
Warum nur musst du mich so plagen?
Ja siehst du’s nicht? Ich bin kein Pinguin
und kann wie ’n Vogel nicht gen Süden ziehn.
Verschone mich mit deinen Übeln
und lass mich nicht mehr länger grübeln!
Obwohl du weißt, dass keiner dich bestellt,
bezahlt man doch mit Mühen, Zeit und Geld.
Du magst derselbe sein wie immer,
doch sieh mich an – ich bin es nimmer!
Ich kämpfe gegen dich auch dieses Mal
mit Stiefeln, Mütze, Schaufel, Salz und Schal.
Ich kann dich nicht mehr länger sehen –
es wird nun Zeit für dich zu gehen.
Ich wünsch mir so, dass bald Herr Frühling naht,
dann ist’s vorbei mit minus Stalingrad.
Dann ringt er zärtlich dich ganz nieder
und Vögel singen seine Lieder.
Ach Winter, schleich dich fort und halte still,
bis wir uns wiedersehn – so Gott es will!

„Gespräch mit Herrn Winter" ist ein Gedicht aus der Kategorie Winter von Arne Arotnow, veröffentlicht am 12. März 2013 auf Gedichtesammlung.net.

© Arne Arotnow

Sammlung 47 Aufrufe
Arne Arotnow Winter 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Anzeige
Arne Arotnow

Ich wohne in Recklinghausen, wurde 1968 geboren und arbeite seit einigen Jahren freiberuflich als Autor in den Gattungen Aphorismus, Erzählung, Essay, Gedicht, Kurzgeschichte, Roman und Satire.

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

Neid ist wie ein Gift das schleicht,und an der Seele nagt.Neider schädigen sich selbst ,das sei einmal gesagt.Edel sei d…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Winter