*Klimaleugner*
(Teil II)
Jeder sieht es, jeder spürt,
es wird warm und immer wärmer,
und wir wissen, wohin es führt
unsere Erde, die wird ärmer.
Artensterben, beinah täglich
und der Mensch tut nichts dagegen.
Die Versuche sind zu kläglich,
stehen bald im sauren Regen.
Gletscher schmelzen, Meere steigen,
Dürre und kein Schnee im Tal.
Bäume sich zu Boden neigen,
weiße Weihnacht war einmal.
Übergang gibt es fast nimmer;
Stürme, Hagel und Gewitter,
Tornados werden immer schlimmer.
Die Folgen sind für alle bitter.
Katastrophen, die sich rächen:
Das Bächlein wird zum reißend Fluss,
so lange, bis die Dämme brechen,
dem das Haus dann weichen muss.
Plastik im Meer als große Seuche;
Inseln, die darin versinken.
Hitzewellen, Korallenbleiche,
wenig Wasser nur zum Trinken.
Und was tun wir: Urwald roden!
Es müsst der Mensch inzwischen merken,
dass mit solch dummen Methoden
wir die Krise nur verstärken.
Und dann kommen auch noch Leute
- ja, wer hätte das gedacht? –
die behaupten einfach heute,
der Wandel sei nicht menschgemacht.
Nur weil es früher auch schon heiß war
sagen sie, dass sei normal.
Und vergessen um ein Haar,
der Grat zum Abgrund ist schon schmal.
Ja, früher gab‘s das alles auch.
Doch nie so oft und nicht so heftig.
Und es sagt nicht nur der Bauch,
wir unterstützen dies noch kräftig.
Und obwohl sie alle schwitzen,
sind sie klüger als die Forscher
und der Ast auf dem sie sitzen,
wird inzwischen immer morscher.
Verwechseln Klima mit dem Wetter,
spinnen Verschwörungstheorien,
denken nur sie wären die Retter,
vor ihrem Wissen sollt man knien.
Trauen sich dann noch zu sagen,
während selber sie nur hetzen,
man solle kritisch hinterfragen.
Ich sag nur: „Nicht genügend, setzen!“
Sich gegen Klimaleugner wehren,
das ist das Gebot der Stunde.
Denn jene, die sich nicht drum scheren,
gehen ebenso zu Grunde.
Der, der‘s nicht glaubt, ist ignorant.
Drum sag ich‘s, lass es mir nicht nehmen:
Wer es noch immer nicht erkannt,
sollt‘ sich in Grund und Boden schämen!
DerPoet (08/19)
Bild: pixabay
