Ich gehe am Finanzamt vorbei.
Die Uhr zeigt schon nach drei.
Da fällt mein Blick auf das Rosenbeet vorm Amt.
Und ich denke: Verdammt!
Die Rosen sieht man ja kaum,
weil Unkraut dort wächst, fast so hoch wie ein Baum.
Ich weiß, das klingt jetzt übertrieben.
Das kommt jedenfalls mir so vor.
Doch plötzlich tritt eine Rose hervor
und sagt zu mir:
Das kommt nur vor so dir,
denn schau, wie schön blühen wir.
Uns stört weder eine andere Pflanze noch ein Getier.
Nur der Mensch ist mit seiner Einteilung gefährlich,
was für ihn nützlich ist oder aber entbehrlich.
Wir können hier nebenher wachsen in Frieden.
Noch nie hat eine Pflanze eine andere verachtend gemieden.
Aber das könnt ihr Menschen wohl nicht verstehen.
Durch euch ist leider schon soviel Unheil geschehen.
Wir verübeln euch das nicht,
hoffen aber inständig, dass ihr bekommt bald eine andere Sicht.
Und ich dachte, es ist wirklich schade,
dass wir Menschen immer nur denken, es geht noch so gerade
und so wenig hören auf die Natur.
Was würden wir nur machen ohne sie auf weiter Flur?
flottefederdaniela@gmail.com
© Flotte Feder
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4 Kommentare
Dir auch noch einen schönen Pfingstmontag.
Das ist ja das Schöne hier.
Wer möchte veröffentlicht was und wer nicht, macht halt lieber was anderes.
Und ich denke mal, dass Christian bestimmt hier lesen wird, dass seine Gedichte Dir gefallen haben.
Liebe Grüße Daniela
Dein Gedicht gefällt mir. Da hast Du über die Natur und was die Menschen daraus machen, ein wahres Gedicht geschrieben.
Noch einen schönen Pfingstmontag und liebe Grüße Hanni
P.S. Wir sind zur Zeit die einzigen Drei, die hier noch etwas schreiben. Nur schade, daß Christian seine Gedichte immer gleich wieder verschwinden läßt. Die letzten zwei Gedichte waren richtig gut, aber bevor ich Kommentare abgeben konnte, hatten sie sich schon wieder in Luft aufgelöst.
Liebe Grüße Dani
LG