Der Urgroßvater pflanzte einen Baum
und füllte damit einen hoffreien Raum.
Er verschnitt und goss ihn bei Bedarf,
bis dieser den ersten Schatten warf.
Der Großvater beim Aufstellen schwitzte,
in die Bank dann beider Initialen einritzte.
Unterm Baum er manch Mädel berührte
bis er dann die eine ins Haus einführte.
Der Vater strich unterm Baum die Bank
und hielt ihn stets mit der Säge schlank.
Er pries dort meiner Mutter sein Sehnen
und hörte sie, mich erstmals erwähnen.
Ich hab den alten Baum heute umgelegt,
mit der neuen Technik ganz klein gesägt.
Aber als den traditionellen Erstbeginn
stellte ich sofort wieder einen Neuen hin.
Ob Liebe, Politik oder schulisches Streben,
überall gibt es lyrisches Leben.
In einer Zeit, in der man denglisch spricht,
ist es wichtig, das deutsche Gedicht.
Es hilft uns in kommenden Jahren…
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