Alle sind heute zum Feiern da
und gratulieren dem Großpapa.
Der Jubilar, möchte man meinen,
ist etwas wacklig auf den Beinen.
Eigentlich sollte er sich schonen,
nach seinen vielen Operationen.
Günter pustet stark, es ist sehr heiß,
auf seiner Stirn steht kalter Schweiß.
Wir sitzen im Garten bei dem Wetter,
Meine Schwester fand das netter.
Ihr Sohn schenkt die Getränke ein,
ich trinke nur Wasser, keinen Wein.
Marleen springt mir sofort entgegen.
"Du solltest dich jetzt mal bewegen."
Sie lächelt mich so fröhlich an,
dass ich nicht widerstehen kann.
Ihre Schwester wartet mit einem Ball.
"Wir spielen jetzt Fangen", klarer Fall.
"Abgemacht Mädels, ich bin bereit."
Erinnerungen an meine Handballzeit...
Knapp dreißig Jahre habe ich gespielt
und auch so manches Tor erzielt.
Die Kinder können es nicht fassen.
"Du hast nicht einen Ball fallen lassen."
Wir werden von einem Duft umweht,
der direkt in meinen Magen geht.
Auf dem Grill liegen Steaks und Wurst.
Ich habe Hunger und auch Durst.
Ellen spricht mich beim Essen an.
"Später machen wir noch ein Feuer an."
"Ein Feuer? Wie soll das denn gehen?"
"Das wirst du heute Abend sehen..."
„Familienfeier" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 8. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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