2. April 2026

Abend im Wald

Im Wald stehn sie so dicht an dicht,

und nehmen sich das spärlich Licht,

und wenn der Tag sich müde neigt,

ein dunkles Raunen leis sich zeigt.

 

Ein Murmeln schwillt im Blätterdach,

wird hier und da zum leisen Krach,

wer ragt hinaus, wer bleibt zurück-

ein stetes Messen Stück für Stück.

 

Da hebt die alte Eiche sacht

die Stimme aus der Dämmernacht,

und bittet still um Einhalt nun-

der Wald beginnt in sich zu ruhn.

 

Nun senkt sich Stille in den Raum,

fast wie ein lang vergessener Traum,

das Flüstern wird zu sanftem Klang,

verliert den harten, hast`gen Drang.

 

Ein leiser Wind durch Zweige streicht,

dem jede Unruh sacht entweicht,

und Blatt für Blatt im Schweben zeigt,

wie sich das Wilde still verneigt.

 

Ein Wispern zieht nun lind und mild,

der Abend haucht ein zartes Bild,

die Bläter tanzen, kaum noch Klang,

wie leiser, ferner Elfen-Sang.

 

So sinkt der Wald in Träume sacht,

von leisem Glanz der Nacht bewacht,

und alles, was im Dunkel war,

wird still und friedlich, wunderbar.

 

 

„Abend im Wald" ist ein Gedicht aus der Kategorie Natur von pally66, veröffentlicht am 2. April 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© pally66

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pally66 Natur 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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pally66

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehe…

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