Flippsoline, die kecke Maus,
huscht schlüpfend, so gern, von Haus zu Haus.
Vor allem zu Weihnachten, des Menschen-Lichtermeer,
schienen Vorratskammern niemals leer.
Mmmm... und dieser himmlische Duft,
lockt sie stets, verführerisch, aus dunkelster Gruft.
Sie findet immer ein Weg, zu zeitlicher Pracht,
ob, durch offene Tür, Kamin oder Kabelschacht.
Dann schielt Flippsoline versteckt in Stuben,
erfreut sich über lächelnde Mädchen wie Buben.
Lichter-funkelnd-geschmückte Tannen und Fichten,
denkt zurück an Urgroßvaters Maus-Geschichten.
Wo manch Bäumchen lichterloh brannte,
da man, außer Wachskerzen, nichts anderes kannte.
Hübsch aussehende Pullerpuppen erfreuten Mädchen,
sowie süß-gefüllte Kaufmannslädchen.
Jungen, bekamen oft Meister Hämmerlein,
schliefen, zu Struwwelpeter-Geschichten, glücklich ein.
Auch Autos und Spielzeugeisenbahn,
brachte der weißbärtig- schnaufende Mann.
Er leerte einen großen Sack wahrer Genüsse,
füllte bunte Pappteller, mit Äpfel, Mandeln und Nüsse.
Dazu Pfefferkuchen, Orangen sowie Schokolade,
im Weihnachtsrausch klingender Nussknacker-Sonate.
Ja, Flippsoline ersehnte manchmal alte Zeiten,
wo ganze Dörfer, heiliger Nächte, einschneiten.
Katzen, jagend, mehr draußen verbrachten,
Kammermäuschen, sie neckend auslachten.
Doch heute gibt’s zu viel Stuben-Tiger-Theater,
in Haus und Flur, wachend-fette Kater.
Haben im Napf Deluxe-Weihnachtshappen,
zum Spielen wollen sie trotzdem zuschnappen.
Und die Moral von dem kleinen Gedicht,
im besinnlich-glänzenden Weihnachtslicht.
Erfreue dich, dankend, mit Herz und Bedacht,
um zu erleben, diese zauber-zeitliche Pracht.
