Du nennst dich einen Schiffbruch, ein verlorenes Gut,
dir fehlt für die Brandung der Trotz und der Mut.
Die Segel sind grau und vom Nebel beschwert,
du glaubst, dass kein Stern dir die Heimkehr gewährt.
Dein Geist ist ein Garten, doch voller Gestein,
du schließt dich in Mauern aus Grübelei ein.
Was andere erreichen mit Härte und Sieg,
bleibt dir nur ein leiser, ein innerer Krieg.
Die Welt misst den Wert nur am Glanz und am Ziel,
für sie ist dein Zögern ein verlorenes Spiel.
Doch unter der Schale aus Schwermut und Nacht,
hat tief deine Seele ein Feuer entfacht.
Vielleicht ist das Scheitern kein Ende der Zeit,
sondern ein Raum für die Unendlichkeit.
Wer stürzt, sieht die Erde, den Staub und das Licht
und findet ein Wort, das kein Sieger ausspricht.
Du bist kein Versager, du suchst nur den Sinn,
nimm endlich den Schatten als Teil von dir hin.
Denn Heilung beginnt nicht mit Stärke und Macht,
sondern mit Liebe, die im Dunkeln erwacht.


