Erinnerungen
Von mir aus kann es jetzt für immer und auf ewig regnen.
Seh einen Vogel, der Spiegelbilder aus der Pfütze trinkt,
seh hinter ihm das tropfenschwere Blatt, was still zur Erde sinkt,
ich würd so gern noch einmal uns´ren ersten Tag begegnen.
An diesem Tag, als alle Wolken sich versteckten,
da sah ich einen Fisch, der glitzernd durch das Wasser sprang,
sah hinter ihm den schwerelosen, blauen Wellengang,
sah uns´re Hände, die sich nach der Sonne streckten.
Geschehen ist gescheh´n, keiner von beiden hat gelogen.
Wo ist der Weg nach Haus - und wo der wirklich tiefe Sinn,
man sucht sich selbst, man stürzt, rappelt sich auf - und fällt gleich wieder hin,
der Sand in uns´ren Augen weiß; das Leben hat uns so gebogen ...
Gedankentränen
Wer sagt uns denn, ob die Erinnerung wirklich gefangen hält,
beinah wie leisend Nebel, als ein stetig permanent Moment?
Gefühl so überreich, das hier und jetzt noch immer so präsent.
Im Rückblick schillernd wie der Seifenblasen Spiel, das so gefällt.
Selbst, wenn im Spiel die Wolken Trübsal einfach vor sich hergetrieben
und wenn der Wind sich stetig um die eigne Achse dreht dabei.
Selbst, wenn die Tränen uns bei Nacht erinnern was nun einerlei,
weil man nicht ändern kann, was all die Zeit so tief im Herz verblieben.
Der Weg, der zwar gewunden, doch trotzdem derart vorgezeichnet scheint,
den muss ein jeder alleine selbst versuchen zu beschreiten.
Vollkommen gleichgültig das Rundumuns dabei zu allen Zeiten,
selbst wenn Erinnerungen einzig uns begleiten die beweint...
U.R.& J.L.
Text/Rezitation
Bild: pixabay
Music: mcanden

