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Gedichte zur Fußball-WM 2026

USA · Kanada · Mexiko · Juni–Juli 2026

16. Mai 2026

Tränenstaub

Tränenstaub

Erinnerungen

Von mir aus kann es jetzt für immer und auf ewig regnen.
Seh einen Vogel, der Spiegelbilder aus der Pfütze trinkt,
seh hinter ihm das tropfenschwere Blatt, was still zur Erde sinkt,
ich würd so gern noch einmal uns´ren ersten Tag begegnen.

An diesem Tag, als alle Wolken sich versteckten,
da sah ich einen Fisch, der glitzernd durch das Wasser sprang,
sah hinter ihm den schwerelosen, blauen Wellengang,
sah uns´re Hände, die sich nach der Sonne streckten.

Geschehen ist gescheh´n, keiner von beiden hat gelogen.
Wo ist der Weg nach Haus - und wo der wirklich tiefe Sinn,
man sucht sich selbst, man stürzt, rappelt sich auf - und fällt gleich wieder hin,
der Sand in uns´ren Augen weiß; das Leben hat uns so gebogen ...

Gedankentränen

Wer sagt uns denn, ob die Erinnerung wirklich gefangen hält,
beinah wie leisend Nebel, als ein stetig permanent Moment?
Gefühl so überreich, das hier und jetzt noch immer so präsent.
Im Rückblick schillernd wie der Seifenblasen Spiel, das so gefällt.

Selbst, wenn im Spiel die Wolken Trübsal einfach vor sich hergetrieben
und wenn der Wind sich stetig um die eigne Achse dreht dabei.
Selbst, wenn die Tränen uns bei Nacht erinnern was nun einerlei,
weil man nicht ändern kann, was all die Zeit so tief im Herz verblieben.

Der Weg, der zwar gewunden, doch trotzdem derart vorgezeichnet scheint,
den muss ein jeder alleine selbst versuchen zu beschreiten.
Vollkommen gleichgültig das Rundumuns dabei zu allen Zeiten,
selbst wenn Erinnerungen einzig uns begleiten die beweint...

U.R.& J.L.
Text/Rezitation
Bild: pixabay
Music: mcanden

© Uschi R.

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Uschi R.

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sow…

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2 Kommentare

Uschi R.
Uschi R. Autor
17.05.2026
... nun liebe Grete, ich denke mit den Eisheiligen und überhaupt den Wetterregeln laut dem langjährigen Bauernkalender, vielleicht kommt es daher, dass Landwirte schon viel früher Aufzeichnungen gemacht haben und so gewisse Regelmäßigkeiten erkannten. Zwar hat sich das Klima schon ziemlich geändert, wenn ich an meine Schulzeit denke, so gab es wirklich vier Jahreszeiten mit einem schönen lauen Frühling und einem farbenprächtigen wurnderbaren Herbst.

Ich freue mich über dein Hiersein und danke dir! Ja zulange reflektieren ist nicht so gut, zwar sollte man die Vergangenheit nicht ganz außer Acht lassen, sich darin jedoch einzuspinnen oder gar zu verfangen, davon wäre dringlich abzuraten. Wie du ganz richtig schreibst, man verliert möglicherweise dann den Blick auf das Jetzt dadurch.

Heute nach den starken Regenfällen der letzten beiden Tage wieder Sonnenschein, trotzdem ist an Gartenarbeit noch nicht zu denken da alles viel zu matschig ist, aber das Unkraut gedeiht prächtig ;-))

Liebe Grüße zu dir!
Uschi
G .  .  .  .
16.05.2026
... wiedermal ein sprachlicher Genuß. Im Wort ERINNERUNG steckt das Innen- für mich persönlich notwendig auch mal hin sehen, aber nicht zu lange , sonst sehe ich das Jetzt nicht. Wünsche dir ein schönes Wochenende. Bei uns ist es kühl geworden, eben die kalte Sophie , für mich immer noch ein Rätsel wie das stimmt Jahr für Jahr.
Gritt

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