Zwischen Licht und Dunkel

11. November 2008

Der Mensch von heute

(zum Glück nicht alle)

Offene Ohren, weiches Herz,
selten wie im Wald die Trüffel,
häufiger sind Leid und Schmerz
und Gebrülle wie bei Büffel.

Kein Mensch hört einem Andern zu,
geht lieber stur den eig´nen Weg,
auch Mitleid ist schon längst tabu,
gehört nicht mehr zum Privileg.

Eiskalte Schulter, Herz aus Stein,
so geht der Mensch durch´s Leben,
Gefühle zeigt er nur zum Schein,
will nur nehmen, doch nicht geben.

Erst wenn er liegt im Sterbebett,
erntet er das, was er gesät,
Tod und Teufel singen im Duett:
"Zum - Ändern - ist es viel zu spät"

(c) Horst Rehmann

„Der Mensch von heute" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte Träume & Gedanken von Gast, veröffentlicht am 11. November 2008 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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