Worte, die bleiben

Zum stillen Gedenken

4. Juni 2022

Ach, hätt` ich doch Flügel

Sitz auf einer Bank
unter`m blauen Himmelszelt,
Sonne blinzelt durch das Laub der Bäume,
schließ` die Augen, fange an zu träumen.

Wind um meine Nase säuselt,
raunt mir leise zu:
" auch ich bin nur ein Traum,
rüttle und schüttle jeden Baum " .

Lieber Wind, hätt` ich doch Flügel,
würde gerne mit dir zieh`n,
weit über Baumes Wipfel,
bis zu des Berges höchstem Gipfel.

Weit trägst du mich hinfort,
an einen anderen Ort,
dort oben grüßt ein Rabenpaar,
auf Erden bleibt die Menschenschar.

Niemand stellt hier oben Fragen,
keine Sorgen mich hier plagen,
still und friedlich ist die Welt,
dass ist das, was mir gefällt.

Doch die Schwerkraft mich jetzt zieht,
muss den Träumen flugs entfliehen,
meine Flügel reißen ab,
weil die Wirklichkeit mich schnappt.

„Ach, hätt` ich doch Flügel" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte Träume & Gedanken von pally66, veröffentlicht am 4. Juni 2022 auf Gedichtesammlung.net.

© pally66

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pally66

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehe…

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