Manch armer Mensch, er wird zum Dieb, manch Liebender, er wird zum Dichter...
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob geweint...
Hat man denn vermeintlich noch Anspruch auf Glück?
Das Schicksal es wirft uns den Anker zurück.
Nutzt es denn zu hadern, verzweifeln vielleicht?
Nur selten erkennbar das Ziel, wenn erreicht.
Wünsche in Träumen erfüllen sich leicht,
in Wirklichkeit ist es die Hoffnung, die weicht
und der Ernüchterung gerne gesteht,
was dir nur als Trugbild in Wolken verweht...
Egal wie tief wir lieben, können wir es nicht halten,
der warme Regen ist versickert, auf dem Weg ins Glück.
Auch Blumen brauchen Licht, um sich zu entfalten,
wenn Wärme fehlt verwelkt die Liebe, sie bildet sich zurück.
Manch armer Mensch, er wird zum Dieb,
manch Liebender, er wird zum Dichter,
Schicksale die das Leben schrieb,
haben oft traurige Gesichter.
Manch armen Menschen wird verziehn,
manch liebenden das Herz gebrochen,
denn Glück ist immer nur geliehn
und flieht, hat man es angesprochen.
© U.R. & J.L.
Music: White Records
Bild: Netzfund
Rezitation: Uschi Rischanek


