7. April 2026

Entrümpelt

Entrümpelt

In unseren zwei Kellerräumen,
siehts wirklich schrecklich aus.
Ich krempele die Ärmel hoch,
denn einiges muss raus.

Den kleinen alten Tisch,
mit all den Körben drauf,
stelle ich gleich vor die Tür.
Ich hebe nichts mehr auf.

Die vielen Plastikblumen,
seit Jahren schon verstaubt,
und auch die leeren Blumentöpfe,
haben mir nur Platz geraubt.

An der Wand, die alte Geige,
mit Saiten spröd´ und schlapp,
ist nicht mehr zu gebrauchen,
die hänge ich gleich ab.

Die große blaue Tennistasche,
mit Bällen und Schuhen drin,
hängt bereits seit Jahren dort.
Das macht doch keinen Sinn.

Zwei Kartons mit Büchern,
sind vollgepackt und schwer.
Ich werde sie verschenken,
dann ist wieder ein Fach leer.

Jetzt muss ich das Gerümpel
nur noch das draußen tragen,
alles getrennt entsorgen,
zerkleinern und zerschlagen.

Plötzlich kommt ein Nachbar
und nimmt die Geige weg.
"Ich habe für das gute Stück
noch einen Verwendungszweck."

"Schauen sie die Bücher durch,
Geschichten, die bewegen..."
Als ich später nachschaute,
hat dort nichts mehr gelegen.

„Entrümpelt" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 7. April 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

Sammlung 77 Aufrufe
Gudrun Nagel-Wiemer Sonstige Gedichte 2 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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2 Kommentare

pally66
pally66 Poet Laureat
08.04.2026
Ja, so ist das manchmal, liebe Gudrun, was der eine nicht mehr benötigt, sucht der andere händeringend. LG in Deinen Abend, Helga
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an pally66
09.04.2026
Gestern traf ich den Nachbarn, der sich die Geige genommen hat. Er hat den Bogen neu bespannen lassen und die Geige dem Enkelkind geschenkt... Der Junge spielt schon Gitarre und vielleicht kommt das alte Stück auch noch zum Einsatz. LG Gudrun

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