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Der arme, alte Mann



Dort sitzt er wieder, der alte Mann,
mit seinem Struwwelkopf.
Er bettelt die Passanten an,
und rasselt mit dem Topf.

So mancher Euro fällt hinein,
und bewahrt ihn vor der Not.
Kauft er dafür Schnaps und Wein,
oder Wurst und Brot?

Seine Turnschuhe sind abgewetzt,
die graue Jacke abgetragen.
Sein Alter habe ich oft geschätzt,
doch kann es schwerlich sagen.

Er scheut das grelle Tageslicht,
sitzt windgeschützt im Kalten.
Eine dunkle Kappe verdeckt sein Gesicht
und die tiefen Sorgenfalten.

Seine Gesichtszüge wirken eingefroren,
ob er auch lachen kann?
So traurig wird man doch nicht geboren,
- auch nicht als armer Mann.

Er bettelt an dieser Stelle schon seit Jahren,
sitzt hier tagein, tagaus.
Was für ein Schicksal ist ihm widerfahren,
hat er denn kein Zuhaus?

Ich fasse Mut, frage wo er wohnt,
mich nervt diese Wissenslücke.
Fragen ist er scheinbar nicht gewohnt.
Er zeigt stumm auf die schmale Brücke.

Gelesen: 160   
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AUTOR:

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1200 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, über Urlaubserinnerungen und hoffe mit Denkanstößen wachrütteln zu können. Wer die Geschichte von Eduard verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Inzwischen umfasst die Geschichte 50 Teile. Ein lustiger Roman in Gedichtform.
Wenn ihr etwas tiefer in meine Welt eintauchen möchtet, besucht mich auf meiner Homepage.
Meine Homepage:
http://gudruns-aquarell-galerie.beepworld.de


Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


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2 KOMMENTARE



09. Juni 2018 @ 09:31

wenn ich solche Menschen vor mir sehe , dann denke ich wie gut es mir doch geht .
Sehr traurig dass es sowas heute noch gibt .
Lieben Gruss Heike


09. Juni 2018 @ 06:40

Hallo Gudrun, ein gut beschriebenes Porträt. Gefällt mir.LG Ingrid



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