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Der Schreiberling


Er ist ein dreister Schreiberling,
oft genannt auch, Schmierfink,
weil kess er seine Feder führt
und deftig in Gedichten rührt.

Man hält schon über ihn Gericht,
meint, er wäre nicht ganz dicht,
Satire in so frecher Art,
sei überzogen und nicht smart.

Solche Reime zu verfassen,
das sollte man doch lassen,
Romantikverse müssten her,
dann gäb es keinen Ärger mehr.

Der Schreiberling hat nur gelacht,
und einen Reim darauf gemacht,
mit Worten so wie eh und je,
gab er der Sache einen Dreh.

Mit Tadel seid ihr schnell zur Hand,
jedoch nicht immer sehr galant,
ihr verurteilt den Poeten, -
sagt – seit ihr nicht die Proleten?

Kritik ist wichtig und auch gut,
man zieht sogar davor den Hut,
kritisieren, Herren und Damen,
sollte der, der Gründe hat – Amen.

© Horst Rehmann

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