Die neusten Gedichte



Der November



 

Am Jahresend, November senkt sein müdes Haupt.
Gleich zu Beginn mit kleinen Lichtern wird gedacht,

all unsrer Lieben, die sich schon auf den Weg gemacht.
Selbst Farben die fortan nicht bunt sondern ergraut.
Bedächtig neigt November nun sein müdes Haupt.

Meist schlucken Nebelfelder morgens jeden Laut.
Der weiße Mantel lässt, ein bisschen wohl noch warten
und eine letzte Blume die erspäht im Garten.
Dort wo selbst jetzt Gerüche noch so sehr vertraut.
Bedächtig neigt November nun sein müdes Haupt.

Melancholie ergreift, wenn man zurückgeschaut.

Die Zeit an sich ein Sandkorn nur im Stundenglas
der Emotion, in blassendblau so gerne las.
Geblättert als Erinnerung an die geglaubt.
Bedächtig neigt November nun sein müdes Haupt.

© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation

Music: Lite Saturation

Gelesen: 153   
Autoren denen dieses Gedicht gefällt:

Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sowie auf meinem YouTube Kanal auch Klassiker wie Hermann Hesse, Rainer Mara Rilke, Erich Fried, Eva Strittmatter, Mascha Kaléko um nur einige zu nennen... mehr als zum Hobby mittlerweile geworden.
An geistreichem Austausch stets interessiert freue ich mich auch hier wieder präsent zu sein!

Als Audiostream:




ÄHNLICHE GEDICHTE





5 KOMMENTARE



02. November 2025 @ 21:38

Die Nebelfelder, die morgens jeden Laut schlucken, haben es mir besonders angetan, liebe Uschi.
Ein schönes Novemberbild.

Liebe Grüße
Ingrid


02. November 2025 @ 15:05

... wieviel WORT-LICHTER in diesem Gedicht, wunderschön
Lb.Gr.
G.


02. November 2025 @ 21:10

...es ist die Zeit zur Zeit liebe Grete, die einlädt zum Innehalten und Nachdenken an all jene, die schon so lange von uns gingen. Die Natur legt die bunten Farben Tag für Tag vermehrt nun ab. Nur mein großer alter chinesischer Ahorn, der den Umzug gut überstand, hält sein nunmehr tiefrotes Laub noch wacker bei sich, gerade so, als würde er sich erstaunt umblicken, ob der neuen Umgebung hier ;-))

Vielen lieben Dank auch dir, wie schön, wenn es gefallen hat.
Liebe Grüße,
Uschi


02. November 2025 @ 14:02

Das wäre auch ein schönes Lied, liebe Uschi.
Vielleicht kennst du jemanden, der eine Melodie ? dazu komponiert.
Herbstgrüsse schickt die Gudrun


02. November 2025 @ 21:05

Herzlichen Dank liebe Gudrun, meine Monatsgedichte, als kleine Hommage an Erich Kästner sein jeweiliges Reimschema aufnehmend um meine Monatsempfindungen wiederzugeben. Durch die Wiederholungen eine gute Idee. Ich danke für dein Reflektieren und deine Gedanken.

Schönen Abend und liebe Grüße
Uschi



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2200+
Das Versprechen

1333+
DAS MEERSCHWEINCHEN

1072+
Nur eine Pusteblume

1072+
Ein bisschen Spaß muß se...

1013+
Zwei glückliche Marienkä...

929+
Alles Spargel oder was ?

913+
Für eine schöne Frau

897+
Maiglöckchen

897+
Rentner haben keine Zeit (...

866+
Nachbars Kirschen


- Gedichte Monat

Es gibt noch keine Bewertungen in der Kategorie: Gedicht


- Gedichte Jahr

Es gibt noch keine Bewertungen in der Kategorie: Gedicht


Neusten Kommentare

bei "Ostfriesland"

bei "VATER ZUM SOHN"

bei "Malen bei Regenwetter"

bei "Der stille Reichtum"

bei "An guten Tagen"

bei "Ein Tännlein"

bei "Malen bei Regenwetter"

bei "Pauls erotischer Abend"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




Atmosphäre Aufklärung ? Arbeit Abschied Alte Abend Album Alltag Alter Ahnen Abenteuer Augenblick Abendlied Aufregung Augen Ärger Annie Achtung Amerika Antwort Alm Angst Abenddämmerung Arbeitstag Affe Alleinsein Advent Amor allein Armut Achterbahn Arzt Abnehmen Aphorismus Alkohol Alphabet Amsel Appetit Allerheiligen