* Fiktion*
Es war ein kalter Tag im Februar.
An jenem Morgen fuhr der Zug verspätet ein.
Ob es wohl Zufall oder Schicksal war,
als ich dich traf am Bahnhof - zehn nach Neun.
Die Zeit danach war kurz und dennoch hundert Jahr´.
Du hast mich märchengleich vom Schlaf erweckt.
Mein Blut, es pochte wild und warnte vor Gefahr -
süße Verlockung wurde wieder neu entdeckt.
Das Spiel begann - so leicht und wolkenschwebend.
Bedenken, die ich hatte, schobst du weg von mir.
Ich fühlte heiße Glut und - anfangs widerstrebend -
zog mich die Sehnsucht haltlos hin zu dir.
*
Es macht mir Angst, mich gegen jeden Vorsatz zu verlieren,
weil ich genau weiß: Du und ich - das kann nicht weitergehen
( du brauchst mit Argumenten nicht brillieren ).
Deshalb mein Brief. Du wirst mich irgendwann verstehen.
*
12/2019
Worte (C) Ingrid Bezold
Bild: Pixabay

