Weihnachtsgedichte



Der Truthahn



Der Truthahn sprach zu seiner Henne:
„Wie ich den alten Bauern kenne,
wird er schon nach unserem Leben trachten
und uns zum Weihnachtsfeste schlachten.
Sicher kann er es kaum erwarten,
bis wir zwei im Ofen braten.
Bevor sie uns in die Röhre schieben,
sollten wir uns noch einmal lieben.“
Die Henne fängt gleich an zu schlucken.
„Hier im Hof, wo alle gucken?“
Sie sucht sich eine stille Ecke,
ganz hinten an der Buchsbaumhecke.
Der Truthahn flattert aufgeregt,
weil sich im Innern etwas regt.
Gesteuert von Angst und wilden Trieben,
beginnt er sein Weibchen nun zu lieben.
Glückselig lassen sie sich nieder.
Ein Schauer läuft durch sein Gefieder.
Das letzte Mal, es war grandios!
Diesmal im Schnee und nicht im Moos.
Am Morgen kommt der Bauersmann
und schaut sich seine Tiere an.
Er sprach zu seinem Sohne Hans:
„In diesem Jahr gibt es mal Gans.“
Der Truthahn ist verschont geblieben
und darf sein Weibchen weiter lieben.

Gelesen: 310   
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Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


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2 KOMMENTARE



06. November 2018 @ 07:17

Liebe Gudrun,
ein tolles Treiben …..ich versteh wieder mal nicht, dass es hier kein Herzchen gegeben hat. Ich würde am liebsten für jeden der Beiden eines hier lassen. LG Ingrid


06. November 2018 @ 09:42

Liebe Ingrid, ich habe die Gelegenheit gleich genutzt und das Gedicht umformatiert. Es steht schon so lange im Forum, so dass ich gar nicht weiß, ob es damals schon Herzchen gab. Ich danke dir für die netten Worte und das Herzchen, Gruß, Gudrun (Das Gedicht findest du auch in meinem Weihnachtsbuch)
Liebe Heike, auch du hast das Herzchen gedrückt, vielen Dank! LG Gudrun


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