Es weht der Sturm von dort nach da.
Manch Blatt und Frucht dem Boden nah.
Selbst Bäume fügen sich dem Wind
Mit Ästen, Zweigen. Unbestimmt
Wie lange noch und auch wohin
Des Herbstes Atem ohne Sinn
Die Wolken hoch am Himmel treibt.
Nur was verankert ist, das bleibt.
Nun kommt hinzu ein Regenschauer
Von kurzer oder langer Dauer.
Durchnäßt geschwind des Menschen Kleid.
Ist’s das nur, ist’s kein großes Leid.
Schwillt an jedoch der Bach, der Fluß,
Gibt es womöglich noch Verdruß.
Tritts Wasser maßlos übers Ufer,
Bedarf es oftmals Rettungsrufer.
Jedoch tritt das nur selten ein.
Die Katastrophen bleiben klein.
Solang der Mensch sich hält zurück,
kommt zum Verstand auch etwas Glück.
Jetzt heißt es weiter darauf hoffen,
Daß nicht die Wolken zu oft offen.
Damit die Ernte kommt vom Acker,
Weil sich der Bauer mühte wacker.
Dann endlich hat das Wüten Ruhe.
Wer draußen war, putzt seine Schuhe
Und freut sich auf das Abendbrot,
Während versinkt die Sonne rot.
Ob jung, ob alt, jetzt spricht man‘s aus:
Was trug sich zu heut hier Zuhaus?
Und wie wird es denn morgen sein?
Ein jeder hofft auf Sonnenschein.
„Herbststurm" ist ein Gedicht aus der Kategorie Natur und Jahreszeiten von WFHeiko Thiele, veröffentlicht am 6. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© WFHeiko Thiele
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