Die Bäume wechseln nunmehr die Gewänder,
im Farbgespiel von grün nach gelb und dunkelrot.
Verhaftet Zeit an rostigem Geländer,
beim Anblick der unwirklich mahnend an den Tod.
Im Farbgespiel von grün nach gelb und dunkelrot,
wo Abend sich in tiefstem Selbst verliert.
Beim Anblick der unwirklich mahnend an den Tod,
im Mondgeschein, vom See sanft reflektiert.
Wo Abend sich in tiefstem Selbst verliert,
die Fledermäuse ziehen lautlos Bahnen.
Im Mondgeschein vom See sanft reflektiert,
um an Vergänglichkeit verdeckt zu mahnen.
Die Fledermäuse ziehen lautlos Bahnen ~
verhaftet Zeit an rostigem Geländer.
Um an Vergänglichkeit verdeckt zu mahnen,
wechseln selbst Bäume nunmehr die Gewänder.
© Uschi Rischanek
text/bild/rezitation
Music: Oleksii Kalyna
Zu dieser recht seltenen Gedichtform der sich auch Victor Hugo, Charles Baudelaire und Paul Verlaine schon bedienten gibt es einiges Interessantes nachzulesen wenn Interesse: https://de.wikipedia.org/wiki/Pantun
© Uschi R.
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4 Kommentare
Alles Liebe
G.
einige Texte entstanden auf diese Art und Weise. Ich habe, wie ich schon bei Ingrid erwähnte, zuvor im Waldviertel direkt an einem See gewohnt - Natur pur sozusagen. Die Eindrücke dort waren nahezu unbeschreiblich und wenn ich abends oder auch nächtens auf meiner Schaukel gesessen bin, so strömte die Lyrik geradezu über mich beinahe. Auch der Sternenhimmel den man dort ohne Luftverschmutzung und ohne Streulicht beobachten kann, lud immer wieder ein sich eine Decke zu holen, sich einzumümmeln und diese Unendlichkeiten zu betrachten. Dabei wird man innerlich ganz ruhig und still ob all dieser Eindrücke. Gerade zu dieser Jahreszeit waren auch die Perseiden zu beobachten und unzählige Sternschnuppen zu zählen. Der Wunsch muss aber geheim bleiben, da er sich ansonsten ja nicht erfüllt sagt man... Um so mehr erfüllt es mich mit tiefer Freude, wieder dorthin zurückkehren zu können, in unser altes Domizil dort. Zwar steht mir erneut ein Umzug mit all meinen Sammlungen und Habseligkeiten, auch den Pflanzen aus dem Garten und so vielen Dingen an, aber hernach werde ich meinen Ankerplatz gefunden haben und entsprechend wieder im englischen Landhausstil gestalten. Am Wochenende waren wir dort und das Unkraut ist beinahe mannshoch, wo doch der Garten zuvor mein ganzer Stolz gewesen war, aber auch dieser Herausforderung werden wir uns stellen und uns erneut ein kleines Paradies erschaffen denke ich.
Es gibt noch einige solcher Texte, die von den Eindrücken dort am See, den Schwänen und der Natur dort handeln, du darfst also gespannt sein.
Dir ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön, ich freue mich sehr, wenn es gefällt!
Schönen Abend mit lieben Grüßen,
Uschi
Ich hab mal ein Pantun geschrieben und seitdem nichts mehr in dieser Form. Vielleicht poste ich es doch mal hier in der Sammlung.
Einen ruhigen Abend
wünscht dir Ingrid
Schönen Abend und liebe Grüße
Uschi