Karl-Heinz sitzt am Frühstückstisch,
die Brötchen riechen herrlich frisch,
schlechte Stimmung heute im Haus,
was er denkt, muss auch mal raus.
"Schatz, als wir jung und knackig waren,
so vor etwa dreißig Jahren,
hatten wir nur zwei kleine Zimmer,
aber reichlich Sex bei Kerzenschimmer.
Heute haben wir ein großes Haus,
der Sex fällt schon seit Jahren aus,
neben mir liegt eine träge Frau,
mit einem kräftigen Körperbau.
Hilde ist sprachlos und perplex.
"Such dir eine junge Frau für Sex,
die eine Zweizimmerwohnung hat.
Möglichst in einer anderen Stadt."
„Als wir jung und knackig waren" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte Träume & Gedanken von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 3. Juli 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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