die brennende hitze
zieht schweißperlen
über ihren glühenden körper
und ins rotbraune haar
es dürstet sie
nach freiheit
die sie abends am see
fühlen kann
auf dem weg dorthin
öffnen sich
fenster und gartenzäune
blicke kleben an ihrem roten kleid
die männer im wohnviertel
träumen von ihren lippen
glänzend vom wein
im hellen mondlicht
küsse die alles vergessen lassen
die zeit – pflichten – sich selbst
beim spiel mit dem feuer
dort am ufer
der junge aus dem dritten haus
verfolgt jeden ihrer wiegenden schritte
wenn sie vorbei geht
schüchtern flieht er in seine träume
sie spürt den blick
bohrend im nacken
und die narben des lebens
lassen sie grenzen fühlen
*
06/2026
(C) Ingrid Bezold
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