Freundschaftsgedichte



Mein fremder, kleiner Freund



 

 

Mein Kind, du siehst so traurig aus

Die großen Augen blicken dunkel in die Ferne

Haarsträhnen fallen widerspenstig kraus

In deine Stirn. Und irgendwie hab ich dich gerne

 

Du zögerst, weil ich dich nach deinem Namen frage

Und, wo du wohnst, wo deine Schule ist

Warum du hier bist an so frühem Tage

Ob dich auch irgendwer vermisst

 

Dein Blick, unsicher mich betrachtend

Trifft mich ins Herz. Vorsichtig reich ich dir die Hand

Unsicher, auf das marode Pflaster achtend

Geh´n wir zu der bemalten Häuserwand

 

Die Pasta, die nur Luigi so zu kochen weiß

Verschlingst du hungrig, ohne zu pausieren

Es gibt Kakao und hinterher noch Eis

Ein Grund für dich, zu jubilieren

 

In deinen Augen leuchten kleine Blitze

Du siehst mich schüchtern von der Seite an

Ich spüre, dass ich in den Händen schwitze

Weil ich dein graues Weltbild jetzt erahn´

 

Dein Papa, unrasiert vor seiner Pulle

Er weiß nicht mehr, wie man sich freut

Die Mutter, keine Zeit für eine Butterstulle

Sie braucht für Mietgeld noch fünf Freier heut

 

Ich würde dich am liebsten mit nach Hause nehmen

Und dir die Welt ganz anders wissen lassen

Sie wird nicht frei sein von Problemen

Doch von den Ohnezukunfteinbahnstrassen

 

 

Mein kleiner Freund, von Herzen wünsch ich dir

Dass bald dein Leben wieder farbig ist

Wenn du mal froh sein willst, komm her zu mir

Hier meine Anschrift – dass du´s nicht vergisst

 

 

 Zeichnung und Gedicht Ingrid Bezold

Gelesen: 54   
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AUTOR:

Ich lebe in Franken und stöbere auch gerne in Gedichten und Geschichten anderer Autoren herum.
Schreiben, malen, lesen, Musik, die Natur und einige gute Freunde.... das ist das, was ich mag.


Der Ursprung aller Dinge ist klein.

Cicero



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6 KOMMENTARE



29. Januar 2019 @ 18:38

Liebe Ingrid,
Dein Gedicht mit dem gezeichneten Portrait ist Dir sehr gut gelungen, es hat mein Herz bewegt. Es gibt sicher viele Kinder, die bei ihren Eltern nicht besonders willkommen sind. Das finde ich sehr traurig, sie haben einen ganz schlechten Start ins Leben.
Ich wünsch Dir einen schönen Feierabend und liebe Grüße Hanni


30. Januar 2019 @ 08:37

Guten Morgen, liebe Hanni,
dass Dich mein Gedicht bewegt hat, freut mich. Danke dafür.
ich war in der späten Nacht kurz hier, wollte aber keinen Kommi schreiben, weil ich zu müde war.
Jetzt sehe ich, dass ein like verschwunden ist.

Heike, gefallen Dir meine Verse plötzlich nicht mehr ? Negative Kritik wäre mir lieber, als dieser Kindergarten.
Besser wärs, vorher zu überlegen, ob man ein Gedicht bewerten will oder nicht. Gerade dann, wenn man selbst auf ehrliche Kritik hofft.
Manche "Kollegen" ignorieren auch einander, weil sie nicht sachlich beurteilen wollen/können.
Das ist schade,
und deshalb macht es mir im Moment keine Freude mehr, hier weiter zu schreiben. Ich lese aber das, was mich interessiert weiter. Tschüss Ingrid


30. Januar 2019 @ 10:20

Ich verteile gar keine Likes mehr , dann fühlt sich auch keiner benachteiligt.


30. Januar 2019 @ 10:55

Wenn sich alle ignorieren
können auch alle nur verlieren.

Die Kacke sollte langsam aufhören. Das Cliquen-Geeier kenne ich auch schon zur Genüge von e-Storie. Drum hab ich da den Krempel damals auch hingeschmissen und bin hierher ausgewandert.
Tja, und hier?
Inzwischen derselbe Käse. Ich hab ne große Fresse - weiß ich selbst - bemühe mich aber trotzdem, fair zu bleiben. Kurzum: der eine hat die Macke, die andere die Meise. Drauf gepfiffen. Wenn der Andreas dicht macht, weil sich die Kinderlein auch wie bockige Rotzgören aufführen, denn schauen alle >Rotzgören< irgendwann mal reichlich verwundert in die Röhre.
Und: Sch....auf Likes. Solange der Bruse gelesen wird, isses ihm Bohne, wo ein Herzilein
auftaucht.

So, nun das, worum es hier wirklich gehen sollte: unsere, also deinen Text, Ingrid.
Bin froh, daß auch Deins nicht bis zum Schluss erzählt ist, viel offen lässt und kein Trallala-Alles gut-Ende hat. Schön gezeichnet, gut erzählt - was will ich Leserpups mehr.

tschüß Ralph



30. Januar 2019 @ 12:19

Ralph, du hast ja recht - wenn wir uns ignorieren, schadets nur.
Ich war heute morgen einfach schlecht gelaunt, weil mir dieses Hickhack missfallen hat. Wir "Künstler" sind eben manchmal empfindliche Kerlchen.
Hast mich mit Deinem Kommi wieder aufgebaut. Und übers Herzilein hab ich mich trotzdem gefreut - danke.
Liebe Grüße Ingrid



30. Januar 2019 @ 19:01

Wenn s Herzilein verdient ist, kann ruhig auch ein Sahnehäubchen drüber, Ingrid.
Mit Likes ist das so eine Sache: irgendwo hat die Heike recht und ich lieg wohl auch falsch,
wenn ich (spontaner Depp, der ich bin) sage: sche... drauf. Klar freut man sich irgendwie
auch über den verdammten))) Like. Nur zählen will ich sie nicht. Hier sind ja eh nur - was
weiß denn ich - vielleicht zehn aktive Schreiber. Da lohnt sich die Zählerei ohnehin nicht.
Und gute Schreibe misst sich auch nicht unbedingt an ville Herzileins.
Wie auch immer: wollt ich nur kurz nachschieben, impulsiver Arsch, der ich bin, Mensch.

Tschüß


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