16. August 2026

herbstzeitlos

🎧 Dieses Gedicht anhören
herbstzeitlos
Uschi Rischanek

Selbst wenn der Herbst auf leisen Sohlen
schön langsam immer näher rückt.
Der Wind beginnt manch Blatt zu holen,
das Farbgespiel uns schier entzückt.

Die Nebelschwaden, die am Morgen
verzaubern durch ein milchig Licht,
gedämpft gemächlich grad verborgen
und trotzdem Wehmut zu uns spricht.

So ist es auch im Herbst des Lebens,
zwei Drittel, die nunmehr erbracht.
Gar oft mühte man sich vergebens
was hat das Ziel wohl ausgemacht?

Selbst wenn der Herbst auf leisen Sohlen
dir auch im Leben näher rückt,
ich geb es zu ganz unverholen,
dass auch viel Schönes uns geglückt.

© Uschi Rischanek
text/bild/rezitation
music: musicforvideos

„herbstzeitlos" ist ein Gedicht aus der Kategorie Natur und Jahreszeiten von Uschi R., veröffentlicht am 16. August 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Uschi R.

Sammlung 58 Aufrufe
Gefällt auch:
Uschi R. Natur und Jahreszeiten 6 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Anzeige
Uschi R.

Heidenreichstein, Österreich

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sow…

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

6 Kommentare

WFHeiko Thiele
WFHeiko Thiele Versschmied
10.09.2026
Hallo und guten Morgen, liebe Uschi!
Es gibt nicht nur noch Farbtupfer im Garten, wie du in der Kommentarantwort an G.... geschrieben hast, sondern auch im Gedichtehimmel. Dein "herbstzeitloses" ist eine sehr gutes Beispiel dafür. Es spricht mir sogal melodisch aus der Dichterseele. Und so wünsche ich dir recht viel dir geneigte Leser und "Wähler", die es ja in diesen Tagen, vorallem in Deutschland oft, manchmal zu oft, in die Tagespresse geschafft haben. (Ich meine auf das Wähler an sich bezogen.)
1
Uschi R.
Antwort an WFHeiko Thiele
Uschi R. Autor
10.09.2026
Ich danke dir lieber Heiko,
es ist die Parallele zwischen der Vergänglichkeit der Jahreszeiten und dem Vergleich zum 'Herbst des Lebens', den wir wohl alle einmal früher oder später durchleben. Mag sein, ein etwas anderes Herbstgedicht vielleicht aber warum auch nicht.
Nun mag ich mir noch deine Zweitversion auf deinem YouTube Kanal gerne anhören, du hast mich gestern neugierig gemacht.

Liebe Grüße
Uschi
Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Dichterlegende
16.08.2026
Gerade mal reingeschaut und dein stimmungsvolles Gedicht gelesen, liebe Uschi
1
Uschi R.
Antwort an Gudrun Nagel-Wiemer
Uschi R. Autor
16.08.2026
Danke auch dir liebe Gudrun, der Sommer hält dem Herbst schon beide Türen auf das ist mehr als deutlich merkbar.
LG Uschi
G .  .  .  .
G . . . . Poet Laureat
16.08.2026
... fehlt dir nicht auch, in diesem Vorherbst , das Bunte. Auf meinem Fahrradweg am Rhein liegen nur braune Blätter. Bezüglich des Lebensherbst , gefällt mir die letzte Strofe, diese Dankbarkeit , wie schön, sollte man sich immer wieder bewußt machen.
G.
1
Uschi R.
Antwort an G . . . .
Uschi R. Autor
16.08.2026
Es gibt noch Farbtupfer im Garten doch ist es schon deutlich merkbar wie sehr dieser Sommer ein ganz besonders warmer war. In Wien sind beinahe alle Kastanienbäume voll brauner Blätter oder schon abgefallen. Die BIrken, die so schönes Laub tragen, haben kaum mehr etwas Grünes an sich. Den Herbst mit dem Lebensherbst in einer Form zu vergleichen - was läge wohl näher...
Ich danke dir und schicke liebe Grüße! Uschi

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Anzeige
Login
Gedicht des Tages

Im Kühlschrank steht noch Eiweiß,was mache ich nur damit?Irgendeine Mehlspeise...Das wär´ doch mal der Hit. Ich denke an…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Natur und Jahreszeiten
Meist gelesen · Natur und Jahreszeiten