Lustige Gedichte



Erinnerungen eines Pantoffelhelden



Seit Stunden kramt er in der Kiste

Schulhefte, Stifte und ein Lesebuch

Die Strafarbeit in Englisch und die Stundenliste

Ein erster Liebesbrief - Versuch

 

Die Gerdi, ach, wie war die Kleine schön

Besonders in der Schulsportstunde

Man konnte unterm Hemd die Brüste seh´n

Wohlportioniert waren die Pfunde

 

Der doofe Peter war in sie verknallt

Und seine Eltern waren superreich

So hat er sie sich ziemlich schnell gekrallt

Er war der Dümmste, doch das war ihr gleich

 

Heut´hat er Häuser in der ganzen Welt

Und Frauen in so ziemlich jeder Stadt

Sein Lebensinhalt ist das Geld

Denn zwischenmenschlich ist er satt

 

Ach, und das vergilbte Blatt

Mit dem Kaffeefleck am Rand

Damals war er ziemlich platt

Als er kaum nach Hause fand

 

Krimskrams aus den alten Zeiten

Mit dem Playboy hier ganz unten

Konnte der ihm Spaß bereiten

In manch einsamen Sekunden

 

"Hallo Jürgen, komm zum Sport

Du musst wieder mal trainieren

Statt zu gammeln immerfort!"

 

Sein Altersschicksal heißt: PARIEREN

 

 

Gedicht und Foto: Ingrid Bezold

Gelesen: 229   
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AUTOR:

Ich lebe in Franken und stöbere auch gerne in Gedichten und Geschichten anderer Autoren herum.
Schreiben, malen, lesen, Musik, die Natur und einige gute Freunde.... das ist das, was ich mag.

Ich ging nur hinaus, um einen Spaziergang zu machen, beschloss dann aber doch, bis zum Sonnenuntergang draußen zu bleiben. Denn durch das Hinausgehen, so merkte ich, ging ich eigentlich nach drinnen.


John Muir



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11 KOMMENTARE



19. Februar 2019 @ 16:59

Ingrid bravo bravissimo
LG Chris


20. Februar 2019 @ 11:11

Liebe Ingrid,
sehr schön gereimt. Für diesen Typen kann ich gar kein Mitleid empfinden, wie man sich bettet, so liegt man. Hätte er die Andere gewählt, wärs ihm vielleicht besser ergangen. Geld verdirbt halt den Charakter!
Einen sonnigen schönen Tag und liebe Grüße Hanni


20. Februar 2019 @ 11:13

Könnte ein bisschen mehr Ingrid - also (Humor-)Würze - gut vertragen, finde ich.
Was solls, wir sind ja nicht bei Lafer kocht.
Gut gefällt mir der Reim in jeder zweiten Zeile. Das ist schwieriger, als in jeder einzelnen.

Tschüß

(danke an der Stelle auch für Deinen Besuch in Ralphs Irrenanstalt, äh: Dichterstube)


20. Februar 2019 @ 12:19

Christian, die Bravos hat früher immer mein Herzensmann eingesteckt. Jetzt mal ich. Danke dafür.

Hanni, der Pantoffelheld war nicht Peter, sondern Jürgen. Ich hab aber jetzt beim nochmal lesen bemerkt, dass da einiges vielleicht missverständlich ist. Ich schreibe immer zu schnell nieder, was mir einfällt. Muss in Zukunft erst nochmal nachdenken, dann schreiben. Aber danke für Deinen Kommi.

Ralph, Du hast mich durchschaut - mein Humor kommt zurzeit zu kurz...
darum bin ich in den Keller gelaufen, um nach ihm zu suchen, und so bin ich auf die Krimskramkiste gekommen.
Wenn es um mich herum wieder etwas heiterer wird, meldet sich sicher auch mein Frohsinn wieder.
Bei Bedarf treibe ich mich bei anderen Autoren - in und außerhalb der Irrenanstalten herum.

Danke Dir.

P.S. Ist das aktuelle Foto Dein Wohnort? So ähnlich sieht es bei mir aus. Nur nicht ganz so idyllisch.

Liebe Grüße euch allen schickt Ingrid





20. Februar 2019 @ 12:48

Das muss ja ein oller Drachen sein den der Jürgen da hat. Wenn der sich s gefallen lässt, isser wirklich ein
Pantoffelheld. Fehlen nur noch Halsband und Leine. Der müsste mal beißen !!!!
Lieben Gruß Heike


20. Februar 2019 @ 12:59

Liebe Heike, zu meinem Leidwesen war ich auch mal Pantoffelheldin - Bei MEINEM HUND!!!!!!

Danke fürs lesen und den Kommi.


20. Februar 2019 @ 13:33

Alle die Pantoffelhelden
Haben leider nichts zu melden

Gut gedichtet Ingrid
LG
Ewald


20. Februar 2019 @ 16:21

Ist handgemalt, Ingrid. Rothenburg ob der Tauber. Hab das schöne Bildchen tatsächlich aus dem Sperrmüll gefischt und so praktisch vor der Verbrennung gerettet. Hatte viele Nassflecken, das Ding, aber der Bruse hat ja Geduld und es wieder restauriert.
Hab da null Scham, in (oft schönen) Dingen anderer Leute zu wühlen.

Und zum Anderen::
Das wird schon mit der Lockerheit-
es braucht, wie immer, etwas Zeit.

Tschüß zwo


20. Februar 2019 @ 17:02

Ralph, Rothenburg kenne und liebe ich. Und wohne gar nicht weit weg. Ich freue mich, dass Du das schöne Städtchen gerettet hast. Falls es Dich mal in die Nähe verschlägt, solltest Du dort unbedingt einen Stopp einlegen ( nicht gerade zur Hauptsaison ).
Hab mich jetzt ganz klein gemacht und stelle mich bis mindestens morgen früh in die Ecke - aus Scham. Hätte ich erkennen MÜSSEN.
Schönen Feierabend wünscht Dir Ingrid

Ewald, danke für den netten Kommi. LG Ingrid




20. Februar 2019 @ 19:13

Halb so wild, Ingrid.
Bin ja auch kein Messie, der allen Mist aufliest und hortet. Wenn ich aber sowas, wie das
Bild sehe, fang ich schon an zu denken und frage mich: wie würdest du dich fühlen, wenn
dein Lebenswerk nach deiner Zeit auf dem Schutt landet?
Dann hab ich wenigstens für den Moment das prima Gefühl, daß der Maler wohl zufrieden ist, daß sein Werk bewahrt wurde.

(ich war übrigens auch schon mal in Rothenburg, vor zehn Jahren, über Winter, drei Tage über Neujahr, ein paar eigene Fotos gibt es noch davon. Und weil es mir das Städtchen gut gefiel, konnte ich an dem Bildchen im Müll auch garnicht vorbei gehn...Es hat sofort >oben< gebimmelt. Das kennste doch...So kommt es dann zu so kleinen Geschichten, wie die hier.

So, jetzt ist aber genug geschnackt)))

tschüss drei

Ingeborg Schmaranzer

25. Februar 2019 @ 19:20

Hallo Ingrid,
danke für deinen netten Kommentar zu meinem Spinnengedicht. Ich habe mich gerade durch deine Sammlung gelesen, super, was dir so alles einfällt! Bin zur Zeit eher am Schifahren als am Schreiben! Lg Ingeborg


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