20. August 2026

Die Wurzeln der Felder

Grün und Zinnoberrot, Alabaster von frommem Purpur.

So viele besondere Arten, die Wurzeln der Felder,

versunken und dem durchschnittlichen menschlichen Verstand verborgen,

schreibe ich dir, lieber Dichter und Maler, Meister

neuer Farbkombinationen,

Fäden aus Gefühlen und Qualen,

ich schreibe Dir.

In dieser Stunde des goldenen Sonnenuntergangs betrachte ich

versunken das Bild einer heiteren Landschaft,

Hirten und Felder voller blökender Schafe

zusammen mit dem armen Wanderer der Seele.

Unsicher, ob ich sagen soll – Freude im Herzen über diese Schatten –

oder in stiller Abwesenheit verharren soll.

Schweigende Blicke der Passanten, die

deine Kunst bewundern, die seit zwei Jahrhunderten noch lebendiger ist

und die Geschichte der Malerei geprägt hat

sowie die Gegensätze der Geister und die

vibrierenden Akzente der Seele.

Ich schreibe Dir.

Korallenblau der tiefliegenden Ebenen

und gelb-ockerfarben die Landschaft,

erfüllt von jener Sonne, groß

und fast unheilvoll in ihrer Kraft.

Vom Körper losgelöst, in Funktion

emporgehoben in Richtung

der starken Kontraste, gerate ich ins Straucheln.

Ich wende meinen Blick ab von dem kleinen Raum,

vom Museum und den vielen Augen,

die wie eine Fata Morgana um mich herum schweben, wie

große Majestät vor

einem Kaiser von Frankreich

oder einem toten Mann der Revolution.

Was ist meine Inspiration, wenn

ich sanft von Mythen

und von romantischen Helden singe, die mir fern sind,

und mich keine gegenwärtige Leidenschaft bewegt?

Die Kraft, alte,

gebrechliche Knochen und zerbrechliche Büsten großer Köpfe zu bewegen.

Die Wurzeln der Felder sind die unterschiedlichen Charaktere

der Menschen und ihrer Seelen,

die ihr Handeln bestimmen und

sich wandeln, wenn sie zwischen verschiedenen

Landschaften der Welt entscheiden.

Stadtlandschaften sind Seelen,

die katalogisiert und in ihren Leidenschaften und

ihrem von der Familie auferlegten Ego gemessen sind.

So wie im Palast von Holland, wo

Silber serviert wird und mit Öl und Gold gemalt wird

und große Teppiche die Bibel darstellen,

so hoch sind die großen Meister in ihren Träumen.

In den Burgen ihrer Gehirnnerven

fügen sich Seele und Schönheit zusammen

wie Holzkerben und Intarsien aus

glattem Perlmutt.

Man verzaubert sich wie

im großen Wald, wo die Feen

aus den Nymphen hervortreten.

Unsterblich der Held zu Pferd

der ewigen Ode, der Held Caravaggio.

Unsichtbare, erhabene Verbindungen

sind die Wurzeln der großen Dichter, Maler,

Künstler auf der Flucht vor einer Welt

in ein Erdloch, in schwere Luft –

das verächtliche Werk, das Universum der Sinne

der gesamten Kunst und des wenig

berühmten Genies.

Ich, erfüllt von jakobinischen Instinkten,

schwarzer Rabe, mein Rest

an Hass auf all jene Leute,

die mich auf die Bank gesetzt haben

und es schien, als wäre ich in der Hölle wegen

der Schreie im Schlafsaal.

Schrecken vor der Tugend, wie er sang,

derjenige, der die Revolution

wie einen Haken an sein Leben hängte

und sie mit großem Wortschatz emporhob.

Ich möchte das Feuer sein, das

allein für jene Hotelzimmer brennt

und so bei wahren Gespenstern verbleibe,

die die Stimmen des Elends schreien, so wie

erbärmliche Menschen in meiner Gegenwart

unter der Erde waren.

Der höchsten Rache würdig,

mit dem Stolz eines Löwen werde ich beweisen,

dass ich im Leben die Stufen der Erkenntnis erklimme.

Menschen, klein wie Zwerge, ein schwacher

Schatten für die Zukunft, und viele

Menschen bleiben außerhalb der

höchsten erkennbaren Grenze.

Ich spreche zu den Künstlern, zu den Empfindsamen,

zu den Hellsehern, zu den Liebhabern der Weisheit

mit absoluter Hingabe.

Was ist die Form und der Ursprung

jeder Zukunft?

Das Glück, wohlhabend zu sein, oder

die Hoffnung, im Tod edel zu sein?

Mein Blick, der auf die Verse gerichtet ist, bewundert nichts anderes

als die Kunst, die eine sinnliche Vision darstellt.

Ein Wassertropfen wie Worte der

Erleichterung für die Welt hält mich nicht

auf, die Weite der Flammen

gelb, lebendig und orange wie

ein großes euphorisches Gefäß,

lebendig mit Blumen im Einklang,

monotonem Feuer.

Eine Finsternis wachsamer

Kreativität wie Strahlen

großer Lichtbilder

durchqueren mein Auge und

gelangen zu den großen Verflechtungen

der Hirnrinde.

Der Strudel der ungezügelten Leidenschaft

dreht sich, getrieben, fast vorangetrieben

vom Äther der Worte des Stilnovo,

süß, zart, lyrisch,

sanft verblassen die Erinnerungen

und es bleibt nur die Variation

von Ton in Ton,

derselbe Eindruck.

„Die Wurzeln der Felder " ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte Träume & Gedanken von Manuela Tosti, veröffentlicht am 20. August 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Manuela Tosti

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Manuela Tosti Gedichte Träume & Gedanken 0 Kommentare ~5 Min. Lesezeit
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