Grün und Zinnoberrot, Alabaster von frommem Purpur.
So viele besondere Arten, die Wurzeln der Felder,
versunken und dem durchschnittlichen menschlichen Verstand verborgen,
schreibe ich dir, lieber Dichter und Maler, Meister
neuer Farbkombinationen,
Fäden aus Gefühlen und Qualen,
ich schreibe Dir.
In dieser Stunde des goldenen Sonnenuntergangs betrachte ich
versunken das Bild einer heiteren Landschaft,
Hirten und Felder voller blökender Schafe
zusammen mit dem armen Wanderer der Seele.
Unsicher, ob ich sagen soll – Freude im Herzen über diese Schatten –
oder in stiller Abwesenheit verharren soll.
Schweigende Blicke der Passanten, die
deine Kunst bewundern, die seit zwei Jahrhunderten noch lebendiger ist
und die Geschichte der Malerei geprägt hat
sowie die Gegensätze der Geister und die
vibrierenden Akzente der Seele.
Ich schreibe Dir.
Korallenblau der tiefliegenden Ebenen
und gelb-ockerfarben die Landschaft,
erfüllt von jener Sonne, groß
und fast unheilvoll in ihrer Kraft.
Vom Körper losgelöst, in Funktion
emporgehoben in Richtung
der starken Kontraste, gerate ich ins Straucheln.
Ich wende meinen Blick ab von dem kleinen Raum,
vom Museum und den vielen Augen,
die wie eine Fata Morgana um mich herum schweben, wie
große Majestät vor
einem Kaiser von Frankreich
oder einem toten Mann der Revolution.
Was ist meine Inspiration, wenn
ich sanft von Mythen
und von romantischen Helden singe, die mir fern sind,
und mich keine gegenwärtige Leidenschaft bewegt?
Die Kraft, alte,
gebrechliche Knochen und zerbrechliche Büsten großer Köpfe zu bewegen.
Die Wurzeln der Felder sind die unterschiedlichen Charaktere
der Menschen und ihrer Seelen,
die ihr Handeln bestimmen und
sich wandeln, wenn sie zwischen verschiedenen
Landschaften der Welt entscheiden.
Stadtlandschaften sind Seelen,
die katalogisiert und in ihren Leidenschaften und
ihrem von der Familie auferlegten Ego gemessen sind.
So wie im Palast von Holland, wo
Silber serviert wird und mit Öl und Gold gemalt wird
und große Teppiche die Bibel darstellen,
so hoch sind die großen Meister in ihren Träumen.
In den Burgen ihrer Gehirnnerven
fügen sich Seele und Schönheit zusammen
wie Holzkerben und Intarsien aus
glattem Perlmutt.
Man verzaubert sich wie
im großen Wald, wo die Feen
aus den Nymphen hervortreten.
Unsterblich der Held zu Pferd
der ewigen Ode, der Held Caravaggio.
Unsichtbare, erhabene Verbindungen
sind die Wurzeln der großen Dichter, Maler,
Künstler auf der Flucht vor einer Welt
in ein Erdloch, in schwere Luft –
das verächtliche Werk, das Universum der Sinne
der gesamten Kunst und des wenig
berühmten Genies.
Ich, erfüllt von jakobinischen Instinkten,
schwarzer Rabe, mein Rest
an Hass auf all jene Leute,
die mich auf die Bank gesetzt haben
und es schien, als wäre ich in der Hölle wegen
der Schreie im Schlafsaal.
Schrecken vor der Tugend, wie er sang,
derjenige, der die Revolution
wie einen Haken an sein Leben hängte
und sie mit großem Wortschatz emporhob.
Ich möchte das Feuer sein, das
allein für jene Hotelzimmer brennt
und so bei wahren Gespenstern verbleibe,
die die Stimmen des Elends schreien, so wie
erbärmliche Menschen in meiner Gegenwart
unter der Erde waren.
Der höchsten Rache würdig,
mit dem Stolz eines Löwen werde ich beweisen,
dass ich im Leben die Stufen der Erkenntnis erklimme.
Menschen, klein wie Zwerge, ein schwacher
Schatten für die Zukunft, und viele
Menschen bleiben außerhalb der
höchsten erkennbaren Grenze.
Ich spreche zu den Künstlern, zu den Empfindsamen,
zu den Hellsehern, zu den Liebhabern der Weisheit
mit absoluter Hingabe.
Was ist die Form und der Ursprung
jeder Zukunft?
Das Glück, wohlhabend zu sein, oder
die Hoffnung, im Tod edel zu sein?
Mein Blick, der auf die Verse gerichtet ist, bewundert nichts anderes
als die Kunst, die eine sinnliche Vision darstellt.
Ein Wassertropfen wie Worte der
Erleichterung für die Welt hält mich nicht
auf, die Weite der Flammen
gelb, lebendig und orange wie
ein großes euphorisches Gefäß,
lebendig mit Blumen im Einklang,
monotonem Feuer.
Eine Finsternis wachsamer
Kreativität wie Strahlen
großer Lichtbilder
durchqueren mein Auge und
gelangen zu den großen Verflechtungen
der Hirnrinde.
Der Strudel der ungezügelten Leidenschaft
dreht sich, getrieben, fast vorangetrieben
vom Äther der Worte des Stilnovo,
süß, zart, lyrisch,
sanft verblassen die Erinnerungen
und es bleibt nur die Variation
von Ton in Ton,
derselbe Eindruck.
„Die Wurzeln der Felder " ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte Träume & Gedanken von Manuela Tosti, veröffentlicht am 20. August 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Manuela Tosti
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