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DER TOD



*Der Tod*

 

Der Tod ereilt uns alle mal,

das Lebenslicht erlischt.

Doch es ist ein Unterschied

wie es jemanden erwischt:

 

Den Bäcker zerbröselt es,

der Koch gibt den Löffel ab,

der Kellner legt das Besteck in die Lade,

der Metzger springt über die Klinge (und geht den Weg allen Fleisches).

 

Der Förster geht in die ewigen Jagdgründe ein,

der Florist geht ein wie eine Primel,

der Fischer geht über den Jordan,

der Seefahrer streicht die Segel.

 

Der Trainer reißt ein Bankerl,

der Fußballer (Vegetarier) beißt ins Gras,

der Bergführer beschreitet den letzten Grat,

der Turnlehrer verreckt (und macht die Grätsche).

 

Der Zahnarzt hinterlässt eine schmerzliche Lücke,

der Gynäkologe scheidet dahin,

der Optiker stellt die Augen auf Null,

der Präparator schließt dieselben für immer.

 

Der Maler kratzt ab,

der Maurer springt von der Schippe,

die Putzfrau kehrt nie wieder,

den Elektriker trifft der Schlag (und er geht ins Licht).

 

Dem Uhrmacher schlägt die letzte Stunde,

der Mechaniker schmiert endgültig ab,

der Autohändler kommt unter die Räder,

der Taxiunternehmer tritt die letzte Fahrt an.

  

Der Schmied stellt die Hufe auf,

der Schuster streckt die Patschen,

der Exorzist gibt den Geist auf,

der Pfarrer segnet das Zeitliche (und muss daran glauben).

 

Für den Regisseur fällt die letzte Klappe,

der Schauspieler tritt von der Bühne ab,

der Tenor hört die Englein singen,

der Eremit wird heim berufen.

 

Der Lokführer sah das Licht IM Tunnel ,

der Schaffner liegt in den letzten Zügen; Endstation,

dem Feuerwehrmann verlöscht das Leben,

der Taucher macht seinen letzten Atemzug (und geht zugrunde).

 

Der Anwalt steht vor dem jüngsten Gericht,

der Beamte entschläft sanft,

der Bauer sieht die Kartoffeln von unten,

für den Vermesser ist „Ende Gelände".

 

Die Prostituierte springt in die Kiste,

der Piercer nippelt ab,

der Spanner ist weg vom Fenster,

der Seiltänzer tritt ab und geht drauf.

 

Der Fährmann setzt noch einmal über,

der Portier macht den Schirm zu,

der Bibliothekar findet die ewige Ruhe.

DerPoet schreibt den letzten Absatz (und setzt einen Schluss-Punkt).

 

So geht jeder nach der Fassion

und stilgerecht hinüber.

Könnten wir‘s uns aussuchen

wär es uns auch nicht lieber …

  

      DerPoet (08/19)


Bild: pixabay

Gelesen: 75   
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Chris Peter (aka *DerPoet*)

geb. 1965 im steirischen Feldbach, lebt in der Nähe von Graz (Österreich).

Freier Autor, schreibt seit seinem 18. Geburtstag Poesie und Gedichte,
hauptsächlich zu den Bereichen Liebe & Beziehungen, aber auch zu sozialkritischen Themen und dem aktuellen Zeitgeist, meist in klassischer Gedicht- und Reimform.

Literarische Vorbilder: Christian Morgenstern, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz.

2. Platz in der Kategorie "Kunst & Literatur" im Februar 2017 bei Besucher-Award.de
mit der Facebook-Seite:

http://www.facebook.com/ChrisPeterDerPoet

https://www.instagram.com/ChrisPeterderPoet

https://www.youtube.com/@ChrisPeterDerPoet

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2 KOMMENTARE



01. Dezember 2025 @ 14:45

... sehr gelungen, gekonnt diese SPRACHGYMNASTIK, mit einem Schmunzeln gelesen
G.


01. Dezember 2025 @ 23:34

Vielen lieben Dank!



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