25. Februar 2020

Z W E I F E L

Früh am Morgen,
ich sitze im fast noch
menschenleeren Zug,
schaue aus dem Fenster,
gehe in Gedanken
noch einmal alle
Gesprächsthemen durch,
Unklarheiten,
dürfte es nicht geben,

plötzlich fragt mich eine
Stimme:
Bist du dir wirklich ganz sicher?
Ich schaue mich um,
niemand da,
doch der unsichtbare Fahrgast
spricht weiter;
du siehst mich nicht,
aber ich bin bei dir,
ich bin dein Zweifel,
ich werde dich ein Stück begleiten,
weil ich merke,
du stehst vor wichtigen Entscheidungen,
und das ist nun mal mein Spezialgebiet,
vielleicht könnte ich ein wenig
behilflich sein,
energisch protestiere ich,
was soll ich mit Zweifel?
ich brauche Gewissheit!

Der Unsichtbare bleibt hartnäckig:
ohne dem Einen
wird das Andere nicht gelingen,
bedenke:
Entscheidungen sollten nicht
in Eile getroffen werden,
sie müssen reifen,
Nachfragen, Abwägen,
Dinge hinterfragen,
Betrachtungen aus verschiedenen
Blickwinkeln,...
alles könnte ratsam sein.

Ich denke nach.........,
überlege...........,
aber wann weiß ich,
wie ich mich zu entscheiden habe?
Die Stimme schweigt
einen Moment,
dann flüstert sie mir zu:
wenn du mich nicht mehr hörst!

„Z W E I F E L" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von pally66, veröffentlicht am 25. Februar 2020 auf Gedichtesammlung.net.

© pally66

Sammlung 59 Aufrufe
Gefällt auch:
pally66 Sonstige Gedichte 1 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Anzeige
pally66

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehe…

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

1 Kommentar

Christian
Christian Meisterdichter
25.02.2020
Sehr gute Kurzgeschichte Nona...
und?

LG

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

Theobald, der Referee, hatte mal Pech mit seinem Freistoßspray, denn der Stürmer Rose, schoss voll gegen seine Dose, der…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Sonstige Gedichte
Meist gelesen · Sonstige Gedichte