Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Grapschen, schubsen und randalieren,
die jungen Mädchen schikanieren,
Unworte sagen, zum Erbrechen,
wahllos mit einem Messer stechen,
Menschen, die schon am Boden liegen,
mit einem Fußtritt stolz besiegen.
Euros wollen sie auf die Krallen,
weil sie dir sonst eine knallen,
auch der Goldschmuck gefällt ihnen sehr,
sie klauen ihn und wollen noch mehr,
bist du dann nackig ausgezogen,
lachen sie dich aus, ganz verbogen.
Zwar fürchten wir solch Terroristen,
sitzen aber auf Sprengstoffkisten,
die wir damals packten und lachten,
und uns nichts schlechtes dabei dachten,
dies Problem mit Haken und Ösen,
sollte man besser, vorher lösen.
Doch jetzt, wo man sie beim Namen nennt,
kommt sofort das Gegenargument,
weil es den Gutmenschen so schmeckt,
ist es gleich - politisch inkorrekt.
Was übrig bleibt, ist Schulterzucken
und ganz schnell - drüber hinweg gucken.
© Horst Rehmann
„Drüber hinweg gucken" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 9. Januar 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Rehmann
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