Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

9. Januar 2024

Drüber hinweg gucken

Grapschen, schubsen und randalieren,
die jungen Mädchen schikanieren,
Unworte sagen, zum Erbrechen,
wahllos mit einem Messer stechen,
Menschen, die schon am Boden liegen,
mit einem Fußtritt stolz besiegen.

Euros wollen sie auf die Krallen,
weil sie dir sonst eine knallen,
auch der Goldschmuck gefällt ihnen sehr,
sie klauen ihn und wollen noch mehr,
bist du dann nackig ausgezogen,
lachen sie dich aus, ganz verbogen.

Zwar fürchten wir solch Terroristen,
sitzen aber auf Sprengstoffkisten,
die wir damals packten und lachten,
und uns nichts schlechtes dabei dachten,
dies Problem mit Haken und Ösen,
sollte man besser, vorher lösen.

Doch jetzt, wo man sie beim Namen nennt,
kommt sofort das Gegenargument,
weil es den Gutmenschen so schmeckt,
ist es gleich - politisch inkorrekt.
Was übrig bleibt, ist Schulterzucken
und ganz schnell - drüber hinweg gucken.

© Horst Rehmann

„Drüber hinweg gucken" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 9. Januar 2024 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

Sammlung 93 Aufrufe
Gefällt auch:
Rehmann Sonstige Gedichte 1 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Anzeige

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

1 Kommentar

pally66
pally66 Poet Laureat
09.01.2024
Ach, Horst, vielleicht sollte man das nicht so einseitig sehen. Raubauken gibt es überall, man sollte allerdings schon mal im Vorfeld eingreifen!! LG Helga

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

Graf Felix lebte in New York City,sein adliger Nachname war Iti,dieser Graf stand oft vor einer Wand,die er grau und äus…

Gedicht lesen
Anzeige
Meist gelesen · Sonstige Gedichte
Aktiv in · Sonstige Gedichte