23. Oktober 2018

Dialekte

Hochdeutsch, das ist meine Sprache,
mit Plattdeutsch komm ich auch noch klar,
Dialekte sind ´ne Sache,
die klingen manchmal sonderbar.

Hör ich hessisches Gebabbel,
empfinde ich´s sehr bald als Last,
und vergleiche dies Gesabbel,
mit dem Geblubber im Morast.

Schlimmer noch ist es in Sachsen,
dort ist nicht nur die Sprache schwer,
weil Mädels dort auf Bäumen wachsen,
und rufen, Sausewind, mei Gutster.

Im Schwabenländle, ich sag´s fair,
kann ich fast gar kein Wort versteh´n,
dort brauch ich einen Dolmetscher,
oder ´ne Zunge zum verdreh´n.

Nordrhein Westfalen, so ab Bonn,
dort wo Narr und Jecke toben,
do kann isch ooch net vill verston,
und die Sprache auch nicht loben.

Bayrisch, ja das ist noch ´ne Sproch,
die ist gmiatlich und auch gout,
mir fehlt der richt´ge Wortschatz noch,
doch das Gschwafl macht mir Muat.

Nur - was nützt mir ein Dialekt,
wenn ich ihn niemals sprechen kann,
ich rede hochdeutsch und direkt,
und über Fremde - dann und wann.

© Horst Rehmann

© Rehmann

45 Aufrufe
Gefällt auch:
Rehmann Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Meist gelesen · Sonstige Gedichte
Aktiv in · Sonstige Gedichte
Gedicht des Tages

Verwandte kommen angerauscht-Geschenke werden ausgetauscht;Man gibt sich freundlich und seriös,Verbindlich,friedlic…

Gedicht lesen
Neue Abzeichen
Neue Autoren
Kurze Umfrage

Hilf uns Gedichtesammlung.net weiterzuentwickeln — wir freuen uns über deine Meinung!

Zur Umfrage
Beliebt diesen Monat
Neue Autoren
Zufallsgedichte
Schlagworte