Die Störche haben es sehr schwer,
sie finden keine Nahrung mehr,
der Hunger zwingt sie in die Knie
und hin zur Restmüll-Deponie.
Im Sommer ist kein Wurm zu finden,
weil sie sich im Erdreich winden,
und die dicken, nackten Schnecken,
sich bei der Hitze, gut verstecken.
Die Lage ist bedrückend schlecht,
traurig und sehr ungerecht,
Freund Adebar ist in Gefahr,
das wird mir jetzt ganz deutlich klar.
Durch die lange Trockenheit,
leidet sein hübsches Federkleid,
die Federn hängen grau und schlapp
von seinem dürren Körper ab.
Oben, im Horst, läuft was verkehrt,
der Nachwuchs wird nicht mehr ernährt,
die Störchin wirft zwei aus dem Nest,
und füttert dann nur noch den Rest.
Aquarell:GNW
„Störche in Not" ist ein Gedicht aus der Kategorie Natur und Jahreszeiten von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 20. Mai 2025 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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2 Kommentare
Hier im Storchennest sind von 5 Eiern nur 2 Küken da.
Auch das Bild ist gut.
LG Ingrid