Und wieder müssen Engel fliegen,
nach 77 Jahren „Europäischen Frieden“.
Um schrecklichstes Leid zu sehen,
wieder Krieg, mit mörderischen Plänen.
Wo Tränen der Ohnmacht fließen,
die sich aus Bäche, Flüsse, zu Meeren ergießen,
in denen Frauen und Kinder zuerst ertrinken,
Liebende entzweit, im Unheil, versinken.
Entrissen ihres Glücks, wandelnder Sonnenzeit,
zu Sirenengeheul finsterster Unfassbarkeit,
wo Engelsaugen, Leuchtturm-gleichend,
hell erstrahlen, Hände-reichend...
...des Teufels Hölle, niemals weichend,
hoffende Friedensverträge unterzeichnend,
die keine unschuldigen Toten mehr bringen,
und alle friedlichen Menschen,
John Lennons „Imagine“.
In dankbarster Verbeugung singen.
„Engelsaugen V." ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte über Hoffnung von Karsten Herrmann, veröffentlicht am 5. März 2022 auf Gedichtesammlung.net.
© Karsten Herrmann
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