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Träumerisches Asyl

Die Uhr in mir steht still und schweigt,
hat sich der Zeit längst abgeneigt.
Ich treibe haltlos, ohne Ziel,
verloren in des Daseins Spiel.

Ein Sturm hat mich hinausgetragen,
ließ keine Antwort auf mein Fragen.
Er warf mich weit ins weite Meer,
wo Anfang endet – und nichts mehr.

Die Wellen flüstern Ewigkeit,
verschlingen Luft und auch die Zeit.
Ich bin nur Staub in ihrem Raum,
ein flüchtiger, vergess’ner Traum.

Doch tief in mir ein Sehnen brennt,
das keinen Ort und Namen kennt:
Gib mir ein Licht, gib mir ein Land,
reich mir im Dunkel deine Hand.

Ein Paradies wird meine Wunden heilen,
wo Angst und Schatten nicht mehr weilen.
Ein stilles Reich, fern aller Pein –
dort möchte ich geborgen sein.

Asyl im Traum, im Herzen weit,
jenseits von Sturm und Einsamkeit.
Wo nichts mich trifft, mich nichts zerreißt,
nur Frieden in meiner Seele kreist.

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1 KOMMENTAR



07. Mai 2026 @ 08:52

... gerne gelesen, sehr schön vertextet der Gedanke seelischer Einsamkeit, die so schwer in Worte zu fassen ist. Wie Drohnen , leise, jeden Menschen " mal trifft und zerreißt".
G.



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