
Alleine an so manchen Tagen
zieht´s mich nach draußen – ohne Ziel.
Meist dann spricht hungrig laut mein Magen
- und der bedeutet mir sehr viel -
wie wäre es mit lecker Pasta?
vergiss die vielen Kalorien …
Mamma Mia, denk ich. Basta!
Kann der Verlockung nicht entfliehen.
Buenasera! lacht der Ober;
deutet auf die Schieferplatte.
Mein Gesicht färbt sich zinnober,
nur Spaziergeld in der Jacke.
Nichts - kein andres Zahlungsmittel,
da ich gar nichts essen wollte,
befindet sich in meinem Kittel.
Ob ich ihm das sagen sollte?
Signora, tutto molto buono ..
schnalzt er flink mit Daumen hoch.
Da sitz ich nun – ganz unisono.
Mittendrin im Pasta – Joch.
Francesco ist ein Frauenkenner
und bringt mir mild gestimmt ein Glas
vom Vino Rosso – dem Verbrenner
von Alltagsfrust und weißnichtwas.
Demnächst führt mich mein Weg dorthin,
weil er nicht Dampf nur plaudern kann,
und ich ihm deshalb dankbar bin -
denn er zeigt Haltung – ist ein Mann.
Dann lass ich mir die Pasta schmecken,
mit allem, was dazu gehört.
Gelati hinterher zum Schlecken
und nichts wird da sein, das mich stört.
*
08/25
Text (C) Ingrid Bezold
Foto Pixabay ( bearbeitet )