10. Dezember 2019

das Recht, recht zu haben

Da streiten zwei und jeder meint,
das Recht auf seiner Seite sei.
Mit lauter Stimme und Gebahren,
will jeder seine Rechte wahren,
die er vertritt, beweisen kann,
denn nur wer Recht hat, kommt voran.

Es gibt kein Recht, es ist die Sicht,
aus der ein Gegenüber spricht.
Willst du die Sicht des anderen sehn,
musst du auf seiner Seite stehn.
dass was er sieht ,das siehst du nicht,
wenn zwischen euch ne Trennwand ist.

Der eine sieht die Wand in blau,
doch weiß der andere genau,
dass seine Seite farblos ist,
wer hat nun Recht, mit seiner Sicht ?

Vielleicht, wenn sie die Plätze tauschen,
erkennt man,was der andere sah,
sie müssen sich jetzt nicht mehr raufen,
den anderen für dumm verkaufen
Die Meinung beider richtig ist,
doch immer nur aus einer Sicht.

Auf dieser Basis fängt es an,
dass man sich gut verstehen kann.
Jetzt können sie gut harmonieren,
die Sicht von beiden kombinieren.

Nur Recht zu haben ist nicht gut
führt es doch oft zu Hass und Wut
im Streit darum man schnell vergisst,
dass alles Ansichtssache ist.​

tocoho
Berlin 2019

© tocoho

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tocoho Sonstige Gedichte 5 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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5 Kommentare

tocoho
tocoho Autor Barde
12.12.2019
ich habe es verändert damit es passender ist . natürlich darf ein richter nicht in eigener sache verhandeln.
vielleicht hat paul die tat in der vergangenheit gemacht. hoffe passt jetzt besser lg und danke:)
super gereimt flotte feder , gefällt mir gut
Hanni
Hanni Poet Laureat
11.12.2019
Liebe lljana,
Dein Gedicht hat mich nachdenklich gemacht. Das Leben besteht aus Kompromissen, schlimm, wenn einer denkt, daß er immer recht hat, auch die Sichtweise des anderen sollte man akzeptieren.
Dir einen erholsamen Feierabend und liebe Grüße Hanni
Christian
Christian Meisterdichter
10.12.2019
Also ich glaube,nicht,dass der Eine mehr bekommen hat,weil es das Auto vom Richter war,sondern die Einsicht ist entscheidend oder er war ein Wiederholungs Dieb.
Richter müssen ein sehr gut können,hat mir mal eine Richterin gesagt,die ich im Altenheim betreuen durfte.
Zuhören.
Christian

Flotte Feder
Antwort an Christian
11.12.2019
Ist ein Richter in seinen Emotionen gefangen,
so kann der Angeklagte nur noch bangen.
Ich möchte dann nicht sein der kleine Wicht,
der steht bei ihm vor Gericht.
Ein Richter sollte in jedem Fall sein neutral.
Geht aber schwer, wenn er verhandelt den eigenen Fall.
Deshalb darf er den Fall einem anderen Kollegen übertragen,
der dann in aller Ruhe wird den Angeklaten befragen,
um ein gerechteres Urtei zu sprechen,
ohne sich am Angeklagten zu rächen.
Daniela
tocoho
Antwort an Christian
tocoho Autor
11.12.2019
so sollte es sein. , aber das erlebte beeinflusst unsere entscheidungen . :)
lg und danke für deine meinung . ist ja auch nur ein beispiel wie sichtweisen entstehen

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