7. Mai 2021

Ozean des Lebens

Sag` , liebst du es auch so sehr,
hinauszublicken auf`s offene Meer,
wo Wind die Wellen kräuselt,
das Dünengras so leise säuselt?

Wo Himmel und Wasser
verschmelzen am Horizont,
dort, wo die Endlosigkeit wohnt?

Ich stehe am Strand und bin am Staunen,
wenn Wellen mir ein Lied zuraunen,

das Meer zeigt nicht nur immer ein Gesicht,
wenn hoch spritzt tosend weiße Gischt,
dann ist es aufgewühlt und wild,
im nächsten Augenblick
dann wieder ruhig, mild.

Ebbe und Flut
sind des Meeres höchstes Gut,
das Auf und Ab der Wellen,
des Windes liebst` Gesellen.

Doch kein Sturm auf ewig währt,
hat schon das Leben uns gelehrt,
selbst Flaute ist von kurzer Dauer,
weil Veränderung liegt schon auf der Lauer.

Das Meer treibt keinen Handel,
stets ist es im Wandel,
ein ständiges Kommen und Gehen,
man muss es nur verstehen.

Alles fließt im Strom der Gezeiten,
so lassen auch wir uns
vom Ozean des Leben leiten.

 

 

 

„Ozean des Lebens" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von pally66, veröffentlicht am 7. Mai 2021 auf Gedichtesammlung.net.

© pally66

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pally66

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehe…

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3 Kommentare

pally66
pally66 Autor Poet Laureat
11.05.2021
Hallo Grete, hallo Ralph, danke Euch beiden für Eure Kommentare. Kein Zweifel, Wassermassen können immer grausam und zerstörerisch sein, aber ich wollte es nicht so brutal klingen lassen!! Schön, wenn sich meine Leser eine eigene Meinung bilden. LG Grüße in Euren Abend, Helga
Ralph Bruse
Ralph Bruse Meisterdichter
10.05.2021
Der große Ozean kann auch grausam - kann Ländereien und massenhaft Menschen verschlingen -
und im nächsten Moment wieder betörend schön sein.
Die launische Schöne, sagt der Fischkopp dann kopfschüttelnd.
Die Nordsee mit Ebbe und Flut ist ja nicht so wüst.
Wie auch immer: das Meer allgemein wird immer irgendwie nach uns rufen - und wir
folgen dem Rufen.

ahoi Ralph
G .  .  .  .
G . . . . Poet Laureat
08.05.2021
Liebe Helga, was mich immer wieder berührt bei deiner Schreibe - im ersten Teil die Gefühle der Sprachlosigkeit, Resignation und endet in den letzten Zeilen in Annahme und viel Liebe und Vertrauen ins Leben. Ich wünsche dir , erhalte dir diese zwei Perspektiven .
Literatur , mon amour, cèst toujour !!!!!!
Grete

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