Zwischen Licht und Dunkel

22. September 2008

Fataler Irrtum

Hab neulich einen alten Freund getroffen,
der war so richtig voll und stink besoffen,
in der Hand ´ne riesig große Flasche Sekt,
seine Hose war mit Mist total verdreckt.

Das Gesicht verschrumpelt wie ´ne alte Rübe,
die Augen dunkelblau und furchtbar trübe,
aus der Knollennase tropfte dickes Blut,
eingerissen war auch sein Tirolerhut.

Sein Sakko war zerfetzt in hundert Stücke,
im Oberhemd klaffte ´ne Dreieckslücke,
an den Schuhen klebte so viel gelber Lehm,
die echte Lederfarbe war nicht mehr zu seh´n.

Als ich ihn fragte, was ist hier bloss gescheh´n,
blieb mir abrupt der Unterkiefer steh´n,
am Euter einer Kuh wollt er nur trinken,
um nicht so sehr nach Alkohol zu stinken.

Er legte sich im Gras flach auf den Rücken,
konnte betrunken sich nicht so tief bücken.
Nur eine Zitze, warum sind hier nicht vier ?,
über ihm die Kuh, es war ein wilder Stier !
(c) Horst Rehmann

„Fataler Irrtum" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 22. September 2008 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast

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