2. Oktober 2019

Mein Arbeitsplatz


In aller Früh marschier ich froh,
gleich nach dem Frühstück ins Büro,
die Sonne strahlt schon voll herein,
ich schalte den Computer ein.

Bevor der Bildschirm sich erhellt,
und sicher gleich das Handy schellt,
bleib ich am Schreibtisch einfach steh´n,
um schnell den Postberg durchzuseh´n.

Mit Genuss trink ich ´ne Brause,
gönne mir ´ne kurze Pause,
dann fang ich mit dem Schreiben an,
und zieh den Sessel näher ran.

´Ne Stunde, ganz exakt und stur,
betatsch ich wild die Tastatur,
doch plötzlich ist mein Kopf ganz leer,
aus und vorbei, ich kann nicht mehr.

Ich spür´s genau, ich brauch jetzt Ruh,
sonst fallen mir die Augen zu,
und während ich den Kopf verrenk,
schmerzt plötzlich mir das Handgelenk.

Unbedingt muss ich es kühlen,
nicht nur in den Akten wühlen,
es wird heut auch nicht aufgeräumt,
den Zeitpunkt hab ich eh versäumt.

Malocht hab ich ganz ohne Zwang,
vier Mal, ´ne viertel Stunde lang,
die Schreiberei hat mich geschafft,
ich stehe auf, mit letzter Kraft.

Mein Arbeitsplatz, so sieht er aus,
ich schließ die Tür und geh nach Haus.
Faule Sau, schreit nun der Kritiker,
doch ich schaff mehr - als manch Politiker.

© Horst Rehmann

© Rehmann

111 Aufrufe
Rehmann Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~2 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Meist gelesen · Sonstige Gedichte
Neue Autoren
Gedicht des Tages

Humor ist, wenn man trotzdem lacht, auch wenn die Welt um uns zusammenkracht, denn schließlich ist lachen gesund, …

Gedicht lesen
Aktiv in · Sonstige Gedichte
Neue Abzeichen
Kurze Umfrage

Hilf uns Gedichtesammlung.net weiterzuentwickeln — wir freuen uns über deine Meinung!

Zur Umfrage
Beliebt diesen Monat
Neue Autoren
Zufallsgedichte
Schlagworte