Ein Buckelwal, wohl sehr verwirrt,
hat sich in die Ostsee verirrt,
jedoch am Timmendorfer Strand,
liegt er ganz plötzlich fest auf Sand.
Schon bald ist er im Land bekannt,
Timmy wird er vom Volk genannt,
zig Menschen hoffen und beten,
Helfer sind schon angetreten.
Es wird gebaggert und gespült,
damit der Wal sich wohler fühlt,
nach Tagen großer Quälerei,
schwimmt sich der Wal alleine frei.
Na der Küste schwimmt er entlang,
treibt erneut auf eine Sandbank,
wieder sind Retter schnell vor Ort,
befreien das Tier im Akkord.
Ein Lastkahn soll die Lösung sein,
der Wal schwimmt tatsächlich hinein,
wird bis zur Nordsee transportiert,
wo er sich neu orientiert.
Mit einem Peilsender schwimmt er,
gelassen in Richtung Nordmeer,
prustet noch ein paar Fontänen -
bei den Rettern – fließen Tränen.
© Horst Rehmann
„Ein Buckelwal" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 4. Mai 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Rehmann
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2 Kommentare
LG
H. Rehmann
*Der Wal*
Ein Wal namens Timmy, auch Hope genannt,
schwamm leider zu nah an den Ostseestrand.
Kam er zum Sterben? Man weiß es nicht;
man wollte ein Happy End für die Geschicht.
Die Medien waren sofort live dabei,
um den Wal gab es weltweit ein großes Geschrei.
Man war sich nicht einig, was notwendig ist;
Expertenmeinung man gern mal vergisst.
So zog man ihn tagelang hin und her;
zuletzt dann zurück ins tiefere Meer
mit der Barge meilenweit durch die See.
Dabei nur zuzusehen tat schon weh.
Am Ende starb in der Nordsee das Tier,
sie streiten noch immer, wer kann was dafür?
Und die Moral von der Geschichte vom Wal:
Gut gemeint ist nicht immer gut, oft auch eine Qual …
DerPoet (06/26)