Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

15. September 2024

1284 - Der Rattenfänger in Hameln

Warum hat er die Ratten ins Haus gelassen ?

Sie kommen herein, über Terrassen und Gassen.

Der Keller zieht sie an, zum großen Prassen.

Ich seh´ sie flitzen, kann es nicht fassen.

Wer hat den Ratten bloß Einlass gewährt ?

Wissen sie nicht, dass sich das nicht gehört ?

Von Käse, Speck und Wurst recht wohlgenährt,

hauen sie ab, verlassen Haus, Hof und Herd.

Keller und Haus werden eingerissen.

Die Ratten haben alles zugeschissen.

Jetzt schnarchen sie auf dicken Kissen,

lassen Hameln von ihrer Frechheit wissen.

Die Bürger der Stadt haben sie so satt,

sie suchen Hilfe, hier ist ein Patt.

Ein Rattenfänger vom fernen Kattegat,

will helfen, eilt herbei, kommt über´s Watt.

Befreien soll er die Bürger von den Qualen.

Doch will niemand nachher die Rechnung bezahlen.

Er nimmt die Kinder, so die Annalen.

Sie folgen dem Fänger, verlassen Westfalen.

(c) Olaf Lüken (15.09.2024)

„1284 - Der Rattenfänger in Hameln" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Olaf, veröffentlicht am 15. September 2024 auf Gedichtesammlung.net.

© Olaf

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Olaf Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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